Finanzen

Der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit hat sich im Berichtszeitraum erneut sehr positiv entwickelt und ist im Vergleich zum Vorjahr um 19,3 Prozent auf 883 Mio. EUR (Vj. 740 Mio. EUR) gestiegen. Die Veränderung des Working Capital trug mit 24 Mio. EUR (Vj. –161 Mio. EUR) positiv zum operativen Cash Flow bei. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf höhere erhaltene Anzahlungen im Anlagenbaugeschäft zurückzuführen. Des Weiteren haben sich die Auszahlungen für Ertragsteuern aufgrund von Rückerstattungszahlungen im Vergleich zum Vorjahr um 63 Mio. EUR auf 36 Mio. EUR (Vj. 99 Mio. EUR) reduziert.

Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen lagen mit 419 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres (Vj. 452 Mio. EUR). Die Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Unternehmen stiegen auf 180 Mio. EUR (Vj. 71 Mio. EUR) und betrafen im Wesentlichen den Erwerb des US-Unternehmens American HomePatient, Inc. Der Erwerb von Wertpapieren zur kurzfristigen Geldanlage führte im Berichtszeitraum zu Auszahlungen in Höhe von 109 Mio. EUR (Vj. 51 Mio. EUR). Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit veränderte sich damit insgesamt per Ende März um 128 Mio. EUR auf –655 Mio. EUR (Vj. –527 Mio. EUR). Der Free Cash Flow erreicht zum Stichtag einen Wert von 228 Mio. EUR (Vj. 213 Mio. EUR).

Innerhalb des Cash Flows aus Finanzierungstätigkeit hat sich der Saldo aus der Aufnahme und Tilgung von Krediten von 46 Mio. EUR auf –112 Mio. EUR verändert. Der Zahlungsmittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit belief sich zum Stichtag auf 168 Mio. EUR (Vj. 12 Mio. EUR).

Die Bilanzsumme hat sich zum 31. März 2016 mit 34,781 Mrd. EUR im Vergleich zum 31. Dezember 2015 (35,347 Mrd. EUR) um 566 Mio. EUR reduziert. Nahezu alle Bilanzpositionen waren von negativen Währungskurseffekten beeinflusst.

Der Geschäfts- oder Firmenwert betrug zum Stichtag 11,458 Mrd. EUR und lag damit um 146 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (31. Dezember 2015: 11,604 Mrd. EUR). Die Veränderung resultiert aus zwei gegenläufigen Effekten: Negative Währungskurseffekte in Höhe von 297 Mio. EUR führten zu einem Rückgang des Geschäfts- oder Firmenwertes, während Zugänge aufgrund von Akquisitionen in Höhe von 154 Mio. EUR zu einem Anstieg dieser Bilanzposition führten.

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte, bestehend aus Kundenbeziehungen, Markennamen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten, haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 von 2,760 Mrd. EUR um 114 Mio. EUR auf 2,646 Mrd. EUR reduziert. Dabei standen negativen Währungskurseffekten in Höhe von 82 Mio. EUR und planmäßigen Abschreibungseffekten in Höhe von 73 Mio. EUR Zugänge in Höhe von 35 Mio. EUR gegenüber.

Der Buchwert der Sachanlagen belief sich zum Stichtag auf 12,389 Mrd. EUR (31. Dezember 2015: 12,782 Mrd. EUR). Der Rückgang in Höhe von 393 Mio. EUR resultiert teilweise aus negativen Währungskurseffekten (277 Mio. EUR). Die planmäßigen Abschreibungen betrugen 386 Mio. EUR, wohingegen Akquisitionen und Investitionen zu einem Anstieg der Sachanlagen von 332 Mio. EUR führten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 46 Mio. EUR von 2,724 Mrd. EUR auf 2,770 Mrd. EUR. Darin enthalten sind negative Währungskurseffekte in Höhe von 63 Mio. EUR. Die Wertpapiere sind im Wesentlichen durch Zukäufe um 109 Mio. EUR auf 530 Mio. EUR gestiegen (31. Dezember 2015: 421 Mio. EUR).

Das Eigenkapital betrug zum Stichtag 14,834 Mrd. EUR (31. Dezember 2015: 15,449 Mrd. EUR). Das positive Ergebnis nach Steuern führte zu einem Anstieg des Eigenkapitals um 333 Mio. EUR. Negativ wirkten sich Währungskurseffekte in Höhe von 771 Mio. EUR sowie Effekte aus der Neubewertung von Pensionsplänen in Höhe von 370 Mio. EUR aus. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag bei 42,6 Prozent (31. Dezember 2015: 43,7 Prozent). Hierbei ist zu beachten, dass die Auszahlung der Dividende für das Jahr 2015 im zweiten Quartal 2016 erfolgt.

Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen haben sich zum 31. März 2016 um 478 Mio. EUR auf 1,546 Mrd. EUR (31. Dezember 2015: 1,068 Mrd. EUR) erhöht. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen zurückzuführen. Die Pensionsverpflichtungen (DBO, Defined Benefit Obligation) des Linde Konzerns sind zu 79,2 Prozent (Vj. 86,4 Prozent) durch Vermögenswerte gedeckt. Der Rückgang der Deckungsquote ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Pensionsverpflichtung zurückzuführen, der hauptsächlich aus dem Rückgang der Diskontierungszinssätze resultiert.

Die Nettofinanzschulden ergeben sich aus den Bruttofinanzschulden abzüglich der kurzfristigen Wertpapiere sowie der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Sie beliefen sich zum 31. März 2016 auf 7,183 Mrd. EUR (31. Dezember 2015: 7,645 Mrd. EUR).

Die Bruttofinanzschulden sind im Berichtszeitraum um 313 Mio. EUR auf 9,170 Mrd. EUR gesunken (31. Dezember 2015: 9,483 Mrd. EUR). Neben dem Effekt aus der Entkonsolidierung einer Gesellschaft haben auch die Veränderung von Wechselkursverhältnissen und der gute Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit zu diesem Rückgang beigetragen. Von den Bruttofinanzschulden werden 916 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 1,023 Mrd. EUR) als kurzfristig ausgewiesen. Die übrigen Finanzschulden in Höhe von 8,254 Mrd. EUR (31. Dezember 2015: 8,460 Mrd. EUR) – und damit der deutlich überwiegende Teil – haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und werden entsprechend als langfristige Finanzschulden ausgewiesen.

Unter Berücksichtigung der kurzfristigen Wertpapiere in Höhe von 530 Mio. EUR, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 1,457 Mrd. EUR sowie der syndizierten Kreditfazilität über 2,5 Mrd. EUR errechnete sich per Ende März 2016 eine zur Verfügung stehende Liquidität in Höhe von 3,571 Mrd. EUR (31. Dezember 2015: 3,315 Mrd. EUR).

Der dynamische Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden im Verhältnis zu operativem Ergebnis der vergangenen zwölf Monate) lag mit dem Faktor 1,7 unter dem Wert zum 31. Dezember 2015 von 1,9. Das sogenannte Gearing (Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital) verbesserte sich im ersten Quartal 2016 auf 48,4 Prozent (31. Dezember 2015: 49,5 Prozent).