Geschäftsverlauf des Linde Konzerns

Der Umsatz sank im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,3 Prozent auf 8,560 Mrd. EUR (Vj. 9,036 Mrd. EUR). Das operative Ergebnis lag bei 2,017 Mrd. EUR (Vj. 2,104 Mrd. EUR) und damit um 4,1 Prozent unter dem Vorjahr. Zu diesem Rückgang haben vor allem negative Währungskursveränderungen sowie der erwartungsgemäß niedrigere Umsatz- und Ergebnisbeitrag der Engineering Division geführt. Die ersten Auswirkungen der Preisreduzierungen aufgrund staatlicher Ausschreibungen auf den Umsatz im Healthcare-Geschäft in Nordamerika wurden durch die Erstkonsolidierung von American HomePatient kompensiert. Bereinigt um die rein translatorischen Währungseffekte lag der Konzernumsatz 1,6 Prozent unter dem Vorjahr. Das operative Konzernergebnis sank währungsbereinigt um 0,5 Prozent.1

Die operative Konzernmarge lag mit 23,6 Prozent 30 Basispunkte über dem Vorjahreswert (Vj. 23,3 Prozent). Zu dieser Verbesserung haben auch die 2015 eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz beigetragen.

Die Kosten der umgesetzten Leistungen sind im Vergleich zur Umsatzentwicklung überproportional um 7,3 Prozent auf 5,426 Mrd. EUR gesunken (Vj. 5,851 Mrd. EUR). Die Bruttomarge erhöhte sich somit auf 36,6 Prozent (Vj. 35,2 Prozent). Dies ist im Wesentlichen auf den im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Umsatzbeitrag der Engineering Division zurückzuführen.

Das EBIT lag per Ende Juni mit 1,092 Mrd. EUR um 6,5 Prozent über dem Wert des Vorjahres (Vj. 1,025 Mrd. EUR). Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass Linde im Vorjahr Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen erfasst hat. Diese Aufwendungen, die als Sondereinflüsse klassifiziert wurden, betrafen strukturelle und organisatorische Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Effizienz im Rahmen der Customer Focus Initiative.

Das Finanzergebnis belief sich im ersten Halbjahr auf −183 Mio. EUR (Vj. –198 Mio. EUR). Linde erzielte somit ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 909 Mio. EUR (Vj. 827 Mio. EUR).

Der Ertragsteueraufwand betrug 222 Mio. EUR (Vj. 198 Mio. EUR). Dies entspricht einer Ertragsteuerquote von 24,4 Prozent (Vj. 23,9 Prozent). Nach Abzug des Steueraufwands wies Linde für die ersten sechs Monate 2016 ein Ergebnis nach Steuern von 687 Mio. EUR (Vj. 629 Mio. EUR) aus.

Nach Berücksichtigung der Anteile anderer Gesellschafter entfielen 632 Mio. EUR des Ergebnisses nach Steuern auf die Aktionäre der Linde AG (Vj. 579 Mio. EUR). Somit ergab sich ein Ergebnis je Aktie von 3,40 EUR (Vj. 3,12 EUR).

1 Für die Berechnung des währungs- und erdgaspreisbereinigten Umsatz- und Ergebniswachstums wird grundsätzlich das Vorjahr angepasst.