Geschäftsverlauf des Linde Konzerns

Der Umsatz des Linde Konzerns betrug per Ende September 2016 12,967 Mrd. EUR und lag damit um 4,3 Prozent unter dem Vorjahreswert (Vj. 13,552 Mrd. EUR). Das operative Ergebnis entwickelte sich im Berichtszeitraum ebenfalls rückläufig und sank um 2,3 Prozent auf 3,066 Mrd. EUR (Vj. 3,137 Mrd. EUR). Neben dem weiterhin niedrigeren Umsatz- und Ergebnisbeitrag der Engineering Division gegenüber dem Vorjahr haben negative Währungskursveränderungen zu dieser Entwicklung beigetragen. Bereinigt um diese rein translatorischen Währungseffekte lag der Konzernumsatz 1,1 Prozent unter dem Vorjahr. Das operative Konzernergebnis erhöhte sich währungsbereinigt um 0,8 Prozent.1

Die operative Konzernmarge lag mit 23,6 Prozent 50 Basispunkte über dem Vorjahreswert (Vj. 23,1 Prozent). Zu dieser Verbesserung haben auch die bereits in 2015 eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz beigetragen.

Für das verbleibende Jahr 2016 werden weitere Aufwendungen für Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz erwartet. Linde hat ein gruppenweites Effizienzprogramm gestartet. Mit dem auf drei Jahre ausgerichteten Programm sollen Einsparungen – inklusive der seit 2015 initiierten Maßnahmen – von rund 550 Mio. EUR pro Jahr von 2019 an erzielt werden. Dabei soll das neue Programm zu Einsparungen von rund 370 Mio. EUR jährlich führen. Insgesamt fallen dafür bis Ende 2017 weitere Restrukturierungskosten in Höhe von rund 400 Mio. EUR an. Durch Verbesserungen der internen Abläufe sowie Reduzierung der Komplexität und Hierarchien will Linde die Entscheidungsgeschwindigkeit und die Effizienz deutlich erhöhen.

Zum Stichtag 30. September 2016 wurden bereits Aufwendungen im Zusammenhang mit Effizienzmaßnahmen in Höhe von 50 Mio. EUR erfasst. Sie stiegen im Verlauf des Berichtszeitraums kontinuierlich an und wurden daher als Sondereinflüsse klassifiziert. Auch im Vorjahr wurden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 192 Mio. EUR als Sondereinflüsse ausgewiesen.

Die Kosten der umgesetzten Leistungen sind im Vergleich zur Umsatzentwicklung überproportional um 4,8 Prozent auf 8,320 Mrd. EUR gesunken (Vj. 8,744 Mrd. EUR). Die Bruttomarge erhöhte sich somit auf 35,8 Prozent (Vj. 35,5 Prozent). Dies ist im Wesentlichen auf den im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Umsatzbeitrag der Engineering Division zurückzuführen.

Das EBIT lag im Berichtszeitraum mit 1,619 Mrd. EUR um 5,6 Prozent über dem Wert des Vorjahres (Vj. 1,533 Mrd. EUR). Bereinigt um Sondereinflüsse erzielte Linde ein EBIT von 1,669 Mrd. EUR (Vj. 1,725 Mrd. EUR).

Das Finanzergebnis belief sich zum Stichtag auf –252 Mio. EUR (Vj. –301 Mio. EUR). Es verbesserte sich im Wesentlichen aufgrund der Rückzahlung von zwei Hybrid-Anleihen über 700 Mio. EUR und 250 Mio. GBP, die mit 7,375 Prozent bzw. 8,125 Prozent verzinst wurden. Linde erzielte somit ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1,367 Mrd. EUR (Vj. 1,232 Mrd. EUR).

Der Ertragsteueraufwand betrug 333 Mio. EUR (Vj. 295 Mio. EUR). Dies entspricht einer Ertragsteuerquote von 24,4 Prozent (Vj. 23,9 Prozent). Nach Abzug des Steueraufwands wies Linde für die ersten neun Monate 2016 ein Ergebnis nach Steuern von 1,034 Mrd. EUR (Vj. 937 Mio. EUR) aus.

Nach Berücksichtigung der Anteile anderer Gesellschafter entfielen 945 Mio. EUR des Ergebnisses nach Steuern auf die Aktionäre der Linde AG (Vj. 860 Mio. EUR). Somit ergab sich ein Ergebnis je Aktie von 5,09 EUR (Vj. 4,63 EUR). Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen erreichte 5,30 EUR und lag somit um 0,9 Prozent unter dem Vorjahr (5,35 EUR).

1 Für die Berechnung des währungs- und erdgaspreisbereinigten Umsatz- und Ergebniswachstums wird grundsätzlich das Vorjahr angepasst.