Finanzen

Der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit hat sich im Berichtszeitraum erneut sehr positiv entwickelt und ist im Vergleich zum Vorjahr um 24,6 Prozent auf 740 Mio. EUR (Vj. 594 Mio. EUR) gestiegen. Zu diesem deutlichen Plus haben vor allem das gute operative Ergebnis sowie ein effizienteres Working Capital-Management beigetragen. Die Veränderung des Working Capital belief sich per Ende März auf −161 Mio. EUR (Vj. –174 Mio. EUR). Die Auszahlungen für Ertragsteuern sanken um 6 Mio. EUR auf 99 Mio. EUR (Vj. 105 Mio. EUR).

Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen lagen mit 452 Mio. EUR etwas unter dem Wert des Vorjahres (Vj. 502 Mio. EUR). Die Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Unternehmen stiegen hingegen auf 71 Mio. EUR (Vj. 27 Mio. EUR). Davon betrafen 54 Mio. EUR den Erwerb der Vermögenswerte und Schulden des LPG- Geschäfts von Wesfarmers Kleenheat Gas Pty Ltd im Rahmen eines Asset Deals.

Der Erwerb von Wertpapieren zur kurzfristigen Geldanlage führte im Berichtszeitraum zu Auszahlungen in Höhe von 51 Mio. EUR (Vj. 148 Mio. EUR). Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit veränderte sich damit insgesamt per Ende März um 40 Mio. EUR auf −527 Mio. EUR (Vj. –567 Mio. EUR). Der Free Cash Flow erreicht zum Stichtag einen Wert von 213 Mio. EUR (Vj. 27 Mio. EUR).

Innerhalb des Cash Flows aus Finanzierungstätigkeit hat sich der Saldo aus der Aufnahme und Tilgung von Krediten von 80 Mio. EUR auf 46 Mio. EUR verbessert. Die Nettozinszahlungen lagen mit −40 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (Vj. –40 Mio. EUR). Der Zahlungsmittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit belief sich damit zum Stichtag auf 12 Mio. EUR (Vj. Zahlungsmittelzufluss 32 Mio. EUR).

Die Bilanzsumme hat sich zum 31. März 2015 mit 36,895 Mrd. EUR im Vergleich zum 31. Dezember 2014 (34,425 Mrd. EUR) um 2,470 Mrd. EUR (7,2 Prozent) erhöht. Nahezu alle Bilanzpositionen waren von positiven Währungskurseffekten beeinflusst.

Der Geschäfts- oder Firmenwert betrug zum Stichtag 11,830 Mrd. EUR und lag damit um 7,0 Prozent über dem Vorjahr (31. Dezember 2014: 11,055 Mrd. EUR). Von dem Anstieg in Höhe von 775 Mio. EUR entfielen 723 Mio. EUR auf Währungskurseffekte und 52 Mio. EUR auf Zugänge aufgrund von Akquisitionen.

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte, bestehend aus Kundenbeziehungen, Markennamen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten, haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2014 von 2,922 Mrd. EUR um 148 Mio. EUR auf 3,070 Mrd. EUR erhöht. Dabei standen positiven Währungskurseffekten in Höhe von 218 Mio. EUR und Zugängen in Höhe von 8 Mio. EUR planmäßige Abschreibungseffekte in Höhe von 85 Mio. EUR gegenüber.

Der Buchwert der Sachanlagen belief sich zum Stichtag auf 12,944 Mrd. EUR (31. Dezember 2014: 12,151 Mrd. EUR). Die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 382 Mio. EUR wurden durch Zugänge in Höhe von 341 Mio. EUR nahezu ausgeglichen. Der Anstieg resultiert auch hier im Wesentlichen aus Währungskurseffekten in Höhe von 840 Mio. EUR.

Auch bei der Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte sind Währungskurseffekte zu berücksichtigen: Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 103 Mio. EUR von 3,061 Mrd. EUR auf 3,164 Mrd. EUR. Der Forderungsabbau von 86 Mio. EUR wurde durch positive Währungskurseffekte von 189 Mio. EUR überkompensiert. Die Wertpapiere sind im Wesentlichen durch Zukäufe um 52 Mio. EUR auf 573 Mio. EUR gestiegen (31. Dezember 2014: 521 Mio. EUR).

Das Eigenkapital betrug zum Stichtag 15,508 Mrd. EUR (31. Dezember 2014: 14,267 Mrd. EUR). Dazu hat neben den positiven Währungskurseffekten das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 324 Mio. EUR beigetragen. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag mit 42,0 Prozent über dem Wert zum 31. Dezember 2014 (41,4 Prozent).

Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen haben sich zum 31. März 2015 um 370 Mio. EUR auf 1,635 Mrd. EUR (31. Dezember 2014: 1,265 Mrd. EUR) erhöht. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen zurückzuführen. Die Pensionsrückstellungen des Linde Konzerns sind zu 81,9 Prozent (Vj. 84,9 Prozent) durch Vermögenswerte gedeckt.

Die Nettofinanzschulden ergeben sich aus den Bruttofinanzschulden abzüglich der kurzfristigen Wertpapiere sowie der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Sie beliefen sich zum 31. März 2015 auf 8,193 Mrd. EUR (31. Dezember 2014: 8,198 Mrd. EUR).

Die Bruttofinanzschulden sind im Berichtszeitraum – hauptsächlich wechselkursbedingt – um 307 Mio. EUR auf 10,163 Mrd. EUR gestiegen (31. Dezember 2014: 9,856 Mrd. EUR). Von den Bruttofinanzschulden werden 1,687 Mrd. EUR (31. Dezember 2014: 1,294 Mrd. EUR) als kurzfristig ausgewiesen. Die übrigen Finanzschulden in Höhe von 8,476 Mrd. EUR (31. Dezember 2014: 8,562 Mrd. EUR) – und damit der deutlich überwiegende Teil – haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und werden entsprechend als langfristige Finanzschulden ausgewiesen.

Unter Berücksichtigung der kurzfristigen Wertpapiere in Höhe von 573 Mio. EUR, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 1,397 Mrd. EUR sowie der syndizierten Kreditfazilität über 2,5 Mrd. EUR errechnete sich per Ende März 2015 eine zur Verfügung stehende Liquidität in Höhe von 2,783 Mrd. EUR (31. Dezember 2014: 2,864 Mrd. EUR). Die Laufzeit der im Juli 2013 abgeschlossenen syndizierten Kreditfazilität über 2,5 Mrd. EUR wurde im Vorjahr erfolgreich um ein Jahr bis 2019 verlängert. Ursprünglich hatte die Kreditfazilität eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr (vorbehaltlich der Zustimmung der Kreditgeber). Damit verbleibt eine einjährige Verlängerungsoption in 2015.

Der dynamische Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden im Verhältnis zu operativem Ergebnis der vergangenen zwölf Monate) blieb mit dem Faktor 2,0 nahezu unverändert zu dem Wert zum 31. Dezember 2014 von 2,1. Das sogenannte Gearing (Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital) verbesserte sich im ersten Quartal 2015 auf 52,8 Prozent (31. Dezember 2014: 57,5 Prozent).