Geschäftsverlauf des Linde Konzerns

Linde verzeichnete sowohl beim Konzernumsatz als auch beim operativen Konzernergebnis Zuwächse und profitierte dabei von positiven Währungskurseffekten.

Der Umsatz erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,7 Prozent auf 13,552 Mrd. EUR (Vj. 12,584 Mrd. EUR). Das operative Ergebnis stieg um 8,2 Prozent auf 3,137 Mrd. EUR (Vj. 2,898 Mrd. EUR). Diese Entwicklung ist von positiven Währungseffekten geprägt. So veränderten sich vor allem die Wechselkurse des US-Dollars, des britische Pfunds und des chinesischen Renminbis im Verhältnis zum Euro - insbesondere im ersten Halbjahr - deutlich. Dies führte zu positiven translatorischen Effekten, die sich aus der Umrechnung der verschiedenen lokalen Währungen in die Berichtswährung Euro ergeben. Im Verlauf der vergangenen Monate haben sich diese Währungen wieder abgeschwächt, was die positiven translatorischen Effekte gemindert hat. Insgesamt wirkten sich die Umrechnungseffekte jedoch nach wie vor positiv auf den Umsatz und das Ergebnis aus. Bereinigt um die Auswirkungen der Wechselkursveränderungen lag der Konzernumsatz um 0,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Das operative Konzernergebnis reduzierte sich leicht um 0,7 Prozent.

Die operative Konzernmarge lag mit 23,1 Prozent leicht über dem Vorjahresniveau (Vj. 23,0 Prozent).

Die Kosten der umgesetzten Leistungen sind im Berichtszeitraum unterproportional zum Umsatz um 4,1 Prozent bzw. 344 Mio. EUR auf 8,744 Mrd. EUR gestiegen (Vj. 8,400 Mrd. EUR). Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahr durch außerplanmäßige Abschreibungen negativ beeinflusst war. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 4,808 Mrd. EUR um 14,9 Prozent über dem Vorjahr (Vj. 4,184 Mrd. EUR). Die Bruttomarge erhöhte sich von 33,2 Prozent auf 35,5 Prozent.

In den Funktionskosten wurden im Berichtszeitraum Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 192 Mio. EUR erfasst. Diese Aufwendungen, die als Sondereinflüsse klassifiziert wurden, betreffen strukturelle und organisatorische Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Effizienz im Rahmen der Customer Focus Initiative. Für das verbleibende Geschäftsjahr werden keine weiteren Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen mehr erwartet. Im Vorjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 229 Mio. EUR als Sondereinflüsse erfasst.

Das EBIT lag per Ende September mit 1,533 Mrd. EUR über dem Wert des Vorjahres (Vj. 1,400 Mrd. EUR). Bereinigt um Sondereinflüsse erzielte Linde ein EBIT von 1,725 Mrd. EUR (Vj. 1,629 Mrd. EUR). Das Finanzergebnis reduzierte sich aufgrund von negativen Bewertungseffekten per Ende September auf –301 Mio. EUR (Vj. –262 Mio. EUR). Linde erzielte somit im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1,232 Mrd. EUR (Vj. 1,138 Mrd. EUR).

Der Ertragsteueraufwand betrug 295 Mio. EUR (Vj. 275 Mio. EUR). Dies entspricht einer Ertragsteuerquote von 23,9 Prozent (Vj. 24,2 Prozent). Nach Abzug des Steueraufwands wies Linde für die ersten neun Monate 2015 ein Ergebnis nach Steuern von 937 Mio. EUR (Vj. 863 Mio. EUR) aus.

Nach Berücksichtigung der Anteile anderer Gesellschafter entfielen 860 Mio. EUR des Ergebnisses nach Steuern auf die Aktionäre der Linde AG (Vj. 818 Mio. EUR). Somit ergab sich ein Ergebnis je Aktie von 4,63 EUR (Vj. 4,41 EUR). Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen erreichte 5,35 EUR und lag somit um 0,8 Prozent über dem Vorjahr (Vj. 5,31 EUR).