Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

In den ersten drei Monaten des Jahres 2014 hat die Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft im Vergleich zum Gesamtjahr 2013 leicht zugenommen. Die Konjunkturexperten erwarten, dass sich diese Tendenz im Jahresverlauf weiter fortsetzen wird. So rechnet das internationale Prognoseinstitut The Economist Intelligence Unit Ltd. (EIU)1 für das Gesamtjahr 2014 mit einer Erhöhung des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,9 Prozent (2013: 2,2 Prozent). Bei der globalen Industrieproduktion (IP) geht das EIU für das Gesamtjahr 2014 von einem Plus von 3,3 Prozent aus (2013: 1,3 Prozent).

Als wichtigster Treiber für die weltweite Konjunkturentwicklung in den kommenden Jahren gilt unverändert das strukturelle Wachstum in den aufstrebenden Volkswirtschaften. Daneben dürften die Megatrends Energie, Umwelt und Gesundheit langfristig für die größten Wachstumsimpulse sorgen.

Dennoch bestehen nach wie vor Risiken für die weltweite Konjunkturentwicklung. So könnten die immer noch hohen Staatsdefizite in großen Volkswirtschaften, die unsichere politische Lage in einigen Regionen der Welt oder die in vielen Industrieländern unverändert hohe Arbeitslosigkeit bremsend wirken.

Für das laufende Jahr 2014 erwarten die Wirtschaftsforscher für die einzelnen Regionen der Welt weiterhin unterschiedliche Wachstumsgeschwindigkeiten.

Die höchste Dynamik dürfte erneut im Raum Asien/Pazifik zu verzeichnen sein. Das EIU beziffert den BIP-Anstieg hier für das Gesamtjahr 2014 – wie bereits zum Jahresende 2013 – auf 5,7 Prozent. Dabei soll China mit einem geschätzten BIP-Plus von 7,3 Prozent abermals an der Spitze der Entwicklung stehen. Für Indien prognostizieren die Konjunkturforscher ebenfalls ein überdurchschnittliches Wachstum: Hier wird die Wirtschaftsleistung nach EIU-Schätzungen um 6,1 Prozent zulegen. Für Australien rechnet das Institut mit einem Wachstum um 2,9 Prozent. Dieser Anstieg wird allerdings primär aus dem Ausbau des Dienstleistungssektors resultieren, während für die verarbeitende Industrie nach wie vor ein schwächeres wirtschaftliches Umfeld vorhergesagt wird. Zudem ist in der Bergbauindustrie weiterhin von rückläufigen Investitionen auszugehen.

In der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) wird die Wirtschaft deutlich langsamer wachsen als im Raum Asien/Pazifik, wenngleich die Prognosen für Teilbereiche der Region zuletzt etwas nach oben korrigiert wurden. Für die gesamte Region EMEA erwarten die Konjunkturexperten für das Jahr 2014 unverändert eine Erhöhung des BIP um 1,8 Prozent.

Für die Eurozone haben sich die Aussichten etwas verbessert: Hier wird jetzt mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung um 1,1 Prozent (Jahresende 2013: 0,8 Prozent) gerechnet. Für Deutschland sehen die Konjunkturexperten im Gesamtjahr 2014 ein Wachstum von 1,6 Prozent. Zum Jahresende 2013 lagen die Erwartungen bei 1,4 Prozent.

Für Osteuropa, den Mittleren Osten und Afrika sagen die Konjunkturforscher nach wie vor höhere Steigerungsraten voraus als für den übrigen Raum EMEA. So soll das BIP-Wachstum in Osteuropa nach jüngsten EIU-Schätzungen im laufenden Jahr 2,2 Prozent betragen, im Mittleren Osten 4,1 Prozent und in Afrika 4,4 Prozent.

Für die Gesamtregion Amerika wird für das Jahr 2014 derzeit der Anstieg der Wirtschaftsleistung auf 2,8 Prozent beziffert (Jahresende 2013: 2,6 Prozent). Die Konjunkturaussichten für die USA bewertet das Prognoseinstitut zunehmend positiv und erwartet hier ein BIP-Plus von 3,0 Prozent (Jahresende 2013: 2,6 Prozent), während der Ausblick für Südamerika nach unten angepasst wurde: Hier dürfte die Wirtschaft lediglich noch um 1,9 Prozent wachsen (Jahresende 2013: 2,6 Prozent).

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