Geschäftsverlauf des Linde Konzerns

Das Technologieunternehmen The Linde Group hat den Konzernumsatz im ersten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um 1,5 Prozent auf 4,045 Mrd. EUR (Vj. 3,985 Mrd. EUR) erhöht. Das Wachstum wurde in der Berichtsperiode erheblich durch Währungskursveränderungen beeinträchtigt. Diese rein translatorischen Effekte ergeben sich aus der Umrechnung der verschiedenen lokalen Währungen in die Berichtswährung Euro. So haben vor allem der Australische Dollar und der US-Dollar, der Südafrikanische Rand sowie Währungen in den aufstrebenden Volkswirtschaften im Vergleich zum Vorjahresquartal, bezogen auf die jeweiligen Durchschnittskurse, gegenüber dem Euro deutlich an Wert verloren. Bereinigt um diese Effekte, die einem Umsatz von 215 Mio. EUR entsprechen, lag das Umsatzplus bei 7,3 Prozent.

Beim operativen Konzernergebnis erreichte das Unternehmen per Ende März 927 Mio. EUR und damit nicht ganz das Niveau des Vorjahres (953 Mio. EUR). Auch bei dieser Entwicklung müssen ungünstige Währungskursveränderungen beachtet werden: Ohne diese Verschiebungen, die einem Ergebniseffekt von 51 Mio. EUR entsprechen, hätte Linde das operative Konzernergebnis um 2,8 Prozent verbessert.

Die operative Konzernmarge betrug 22,9 Prozent (Vj. 23,9 Prozent). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Engineering Division deutlich mehr zum Konzernumsatz beigetragen hat als im Vorjahreszeitraum. Dieses Geschäft weist im Vergleich zur Gases Division eine niedrigere Marge aus.

Die Kosten der umgesetzten Leistungen sind im Berichtszeitraum um 131 Mio. EUR auf 2,622 Mrd. EUR gestiegen (Vj. 2,491 Mrd. EUR). Das Bruttoergebnis vom Umsatz blieb mit 1,423 Mrd. EUR (Vj. 1,494 Mrd. EUR) ebenso wie die Bruttomarge von 35,2 Prozent (Vj. 37,5 Prozent) etwas unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Dies ist im Wesentlichen auf den im Vergleich zum Vorjahr höheren Umsatzbeitrag der Engineering Division zurückzuführen.

Das EBIT lag per Ende März mit 518 Mio. EUR nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (521 Mio. EUR). Darin sind auch ein Ertrag eines operativen Beteiligungsunternehmens sowie Erlöse aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten enthalten.

Das Finanzergebnis belief sich per Ende März auf −96 Mio. EUR (Vj. −88 Mio. EUR). Die Veränderung des Finanzergebnisses resultiert unter anderem aus dem planmäßigen Rückgang der Zinserträge aus sogenannten Embedded Finance Lease-Verträgen.

Linde erzielte somit im ersten Quartal 2014 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 422 Mio. EUR (Vj. 433 Mio. EUR).

Der Ertragsteueraufwand betrug 101 Mio. EUR (Vj. 93 Mio. EUR). Dies entspricht einer Ertragsteuerquote von 23,9 Prozent (Vj. 21,5 Prozent). Im Vorjahr war die Steuerquote durch verschiedene Einmaleffekte positiv beeinflusst worden. Nach Abzug des Steueraufwands wies Linde für die ersten drei Monate 2014 ein Ergebnis nach Steuern von 321 Mio. EUR (Vj. 340 Mio. EUR) aus.

Nach Berücksichtigung der Anteile anderer Gesellschafter entfielen 290 Mio. EUR des Ergebnisses nach Steuern auf die Aktionäre der Linde AG (Vj. 318 Mio. EUR). Somit ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 1,56 EUR (Vj. 1,72 EUR).