Geschäftsverlauf des Linde Konzerns

Das Technologieunternehmen The Linde Group hat im ersten Halbjahr 2014 mit 8,212 Mrd. EUR einen Konzernumsatz in Höhe des Vorjahres (8,207 Mrd. EUR) erzielt. Wie bereits in den vergangenen Quartalen wurde die Umsatzentwicklung erheblich durch Währungskursveränderungen beeinträchtigt. Diese rein translatorischen Effekte ergeben sich aus der Umrechnung der verschiedenen lokalen Währungen in die Berichtswährung Euro. So haben vor allem der Australische Dollar und der US-Dollar, der Südafrikanische Rand sowie Währungen in den aufstrebenden Volkswirtschaften im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – bezogen auf die jeweiligen Durchschnittskurse – gegenüber dem Euro deutlich an Wert verloren. Bereinigt um diese Effekte, die einem Umsatz von 428 Mio. EUR entsprechen, lag das Umsatzplus im ersten Halbjahr 2014 bei 5,6 Prozent.

Beim operativen Konzernergebnis erreichte Linde per Ende Juni mit 1,896 Mrd. EUR nicht ganz das Niveau des Vorjahres (1,966 Mrd. EUR). Auch hier müssen ungünstige Währungskursveränderungen berücksichtigt werden: Ohne diese Verschiebungen, die das Ergebnis um 101 Mio. EUR belasteten, hätte das Unternehmen das operative Konzernergebnis um 1,7 Prozent verbessert.

Die operative Konzernmarge betrug zum Ende des ersten Halbjahres 23,1 Prozent (Vj. 24,0 Prozent). Dabei gilt es zu beachten, dass die Engineering Division im Berichtszeitraum – wie erwartet – deutlich mehr zum Konzernumsatz beigetragen hat als im ersten Halbjahr 2013. Das Engineering-Geschäft weist im Vergleich zu den Gaseaktivitäten eine niedrigere Marge aus.

Die Kosten der umgesetzten Leistungen sind im Berichtszeitraum um 178 Mio. EUR auf 5,316 Mrd. EUR gestiegen (Vj. 5,138 Mrd. EUR). Das Bruttoergebnis vom Umsatz blieb mit 2,896 Mrd. EUR (Vj. 3,069 Mrd. EUR) ebenso wie die Bruttomarge von 35,3 Prozent (Vj. 37,4 Prozent) jeweils unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Dies ist im Wesentlichen auf den im Vergleich zum Vorjahr höheren Umsatzbeitrag der Engineering Division zurückzuführen.

Das EBIT erreichte per Ende Juni 1,073 Mrd. EUR (Vj. 1,097 Mrd. EUR). Darin sind unter anderem Erträge eines operativen Beteiligungsunternehmens sowie Erlöse aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten enthalten.

Das Finanzergebnis belief sich zum Ende des Berichtszeitraums auf −179 Mio. EUR (Vj. −186 Mio. EUR).

Linde erzielte somit im ersten Halbjahr 2014 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 894 Mio. EUR (Vj. 911 Mio. EUR).

Der Ertragsteueraufwand betrug 214 Mio. EUR (Vj. 196 Mio. EUR). Dies entspricht einer Ertragsteuerquote von 23,9 Prozent (Vj. 21,5 Prozent). Im Vorjahr war die Steuerquote durch verschiedene Einmaleffekte positiv beeinflusst worden. Nach Abzug des Steueraufwands wies Linde für die ersten sechs Monate 2014 ein Ergebnis nach Steuern von 680 Mio. EUR (Vj. 715 Mio. EUR) aus.

Nach Berücksichtigung der Anteile anderer Gesellschafter entfielen 624 Mio. EUR des Ergebnisses nach Steuern auf die Aktionäre der Linde AG (Vj. 660 Mio. EUR). Somit ergibt sich per Ende Juni 2014 ein Ergebnis je Aktie von 3,36 EUR (Vj. 3,56 EUR).