Geschäftsverlauf des Linde Konzerns

Das Technologieunternehmen The Linde Group hat den Konzernumsatz per Ende September 2014 leicht um 0,9 Prozent auf 12,584 Mrd. EUR (Vj. 12,468 Mrd. EUR) erhöht. Die Umsatzentwicklung wurde insbesondere im ersten Halbjahr erheblich durch Währungskursveränderungen beeinträchtigt. Diese rein translatorischen Effekte ergeben sich aus der Umrechnung der verschiedenen lokalen Währungen in die Berichtswährung Euro. Im dritten Quartal haben sich die für Linde ungünstigen Währungskurseffekte abgeschwächt. So gewann zuletzt vor allem der US-Dollar gegenüber dem Euro deutlich an Wert. Bereinigt um die Auswirkungen der Wechselkursveränderungen, die im Berichtszeitraum einem Umsatz von 462 Mio. EUR entsprachen, lag das Umsatzplus des Konzerns in den ersten neun Monaten 2014 bei 4,8 Prozent.

Beim operativen Konzernergebnis erreichte Linde per Ende September mit 2,898 Mrd. EUR nicht ganz das Niveau des Vorjahres (2,996 Mrd. EUR). Auch hier müssen ungünstige Währungskurseffekte berücksichtigt werden: Ohne diese Verschiebungen, die das Ergebnis im Berichtszeitraum um 109 Mio. EUR belasteten, hätte das Unternehmen das operative Konzernergebnis um 0,4 Prozent verbessert.

Die operative Konzernmarge betrug nach neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 23,0 Prozent (Vj. 24,0 Prozent). Bei der Margenentwicklung gilt es zu beachten, dass die Engineering Division im Berichtszeitraum – wie erwartet – mehr zum Konzernumsatz beigetragen hat als im Vorjahr. Das Engineering-Geschäft weist im Vergleich zu den Gaseaktivitäten eine niedrigere Marge aus.

Die Kosten der umgesetzten Leistungen sind im Berichtszeitraum um 461 Mio. EUR auf 8,400 Mrd. EUR gestiegen (Vj. 7,939 Mrd. EUR). Das Bruttoergebnis vom Umsatz blieb mit 4,184 Mrd. EUR (Vj. 4,529 Mrd. EUR) ebenso wie die Bruttomarge von 33,2 Prozent (Vj. 36,3 Prozent) jeweils unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Dies ist neben dem im Vergleich zum Vorjahr höheren Umsatzbeitrag der Engineering Division auch auf Sondereinflüsse1 zurückzuführen. Diese betrafen außerplanmäßige Abschreibungen in der Gases Division in den berichtspflichtigen Segmenten Asien/Pazifik und Amerika in Höhe von 229 Mio. EUR. Davon wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 218 Mio. EUR in den Kosten der umgesetzten Leistungen erfasst. Weitere 11 Mio. EUR außerplanmäßige Abschreibungen sind in den Vertriebskosten enthalten.

Das EBIT erreichte mit 1,400 Mrd. EUR nicht den Vorjahreswert von 1,644 Mrd. EUR. Dieser deutliche Rückgang resultierte aus den Sondereinflüssen. Bereinigt um Sondereinflüsse erzielte Linde per Ende September ein EBIT von 1,629 Mrd. EUR.

Sowohl im Vorjahr als auch im laufenden Jahr waren im EBIT Erträge eines operativen Beteiligungsunternehmens in Nordamerika enthalten.

Das Finanzergebnis belief sich zum Ende des Berichtszeitraums auf −262 Mio. EUR (Vj. −288 Mio. EUR). Diese Verbesserung ist auf positive Bewertungseffekte aufgrund von Währungskursentwicklungen zurückzuführen. Zudem weist Linde im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum niedrigere Bruttofinanzschulden und damit geringere Zinsaufwendungen aus.

Linde erzielte somit nach neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1,138 Mrd. EUR (Vj. 1,356 Mrd. EUR).

Der Ertragsteueraufwand betrug 275 Mio. EUR (Vj. 278 Mio. EUR). Dies entspricht einer Ertragsteuerquote von 24,2 Prozent (Vj. 20,5 Prozent). Im Vorjahr war die Steuerquote durch verschiedene Einmaleffekte positiv beeinflusst worden. Nach Abzug des Steueraufwands wies Linde für die ersten neun Monate 2014 ein Ergebnis nach Steuern von 863 Mio. EUR (Vj. 1,078 Mrd. EUR) aus.

Nach Berücksichtigung der Anteile anderer Gesellschafter entfielen 818 Mio. EUR des Ergebnisses nach Steuern auf die Aktionäre der Linde AG (Vj. 997 Mio. EUR). Somit ergibt sich zum 30. September 2014 ein Ergebnis je Aktie von 4,41 EUR (Vj. 5,38 EUR). Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen erreichte 5,31 EUR (Vj. 5,38 EUR).

Hinweis: Die Überleitung des Ergebnisses je Aktie vor Sondereinflüssen ist unter Textziffer [12] dieses Zwischenberichts dargestellt.

1 Sondereinflüsse sind solche Einflüsse, die aufgrund ihrer Art, ihrer Häufigkeit und/oder ihres Umfangs geeignet sind, die Aussagekraft der finanziellen Kennzahlen über die Nachhaltigkeit der Ertragskraft der Linde Group am Kapitalmarkt zu beeinträchtigen.