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Konzernergebnis

Der Technologiekonzern The Linde Group hat im ersten Quartal 2012 seinen profitablen Wachstumskurs fortgesetzt und per Ende März bei Konzernumsatz und operativem Konzernergebnis erneut Steigerungsraten erzielt. In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent auf 3,505 Mrd. EUR (Vj. 3,325 Mrd. EUR) gewachsen. Bereinigt um Währungskurseffekte entspricht dies einem Umsatzplus von 3,1 Prozent. Der beteiligungsproportionale Umsatz aus Joint Ventures, der nicht im Konzernumsatz ausgewiesen wird, erreichte 124 Mio. EUR (Vj. 100 Mio. EUR).

Linde konnte das operative Konzernergebnis um 6,2 Prozent auf 808 Mio. EUR (Vj. 761 Mio. EUR) verbessern. Zu dieser positiven Entwicklung hat auch die konsequente Umsetzung des ganzheitlichen Konzepts zur nachhaltigen Prozessoptimierung und Produktivitätssteigerung (HPO = High Performance Organisation) beigetragen. Das Unternehmen konnte seine Ertragskraft weiter stärken, obwohl beim Vergleich mit dem Vorjahr ein einmaliger Ertrag in Höhe von 16 Mio. EUR aus der Anpassung der Pensionspläne in Großbritannien zu berücksichtigen ist, der im ersten Quartal 2011 im operativen Ergebnis innerhalb der Corporate Aktivitäten erfasst worden war.

Die operative Konzernmarge hat sich in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahrs 2012 auf 23,1 Prozent (Vj. 22,9 Prozent) erhöht.

Das Finanzergebnis belief sich per Ende März auf –92 Mio. EUR (Vj. –49 Mio. EUR). Beim Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum sind verschiedene Einflussfaktoren zu berücksichtigen: So war im ersten Quartal 2011 ein einmaliger Ertrag von 30 Mio. EUR erfasst worden, der aus der Tilgung eines Darlehens aus dem Verkauf von BOC Edwards im Jahr 2007 stammte. Zudem weist Linde im ersten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahresquartal sowohl einen höheren Bestand an Wertpapieren, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten („Freie Mittel“) als auch höhere Bruttofinanzschulden aus. Ein Teil der „Freien Mittel“ wird im zweiten Quartal 2012 zur Schuldentilgung bereitgehalten und für den Erwerb des kontinentaleuropäischen Homecare-Geschäfts von Air Products eingesetzt (siehe auch Gases Division). Die aus dem Anstieg der Bruttofinanzschulden resultierenden höheren Zinsaufwendungen konnten durch die Zinserträge aus den „Freien Mitteln“ erwartungsgemäß nicht vollständig kompensiert werden.

Aufgrund der beschriebenen Faktoren konnte Linde beim Ergebnis vor Steuern mit 384 Mio. EUR erwartungsgemäß nicht ganz das hohe Niveau des Vorjahres (397 Mio. EUR) erreichen. Das Ergebnis nach Steuern hat sich im ersten Quartal 2012 hingegen leicht um 1,7 Prozent auf 308 Mio. EUR (Vj. 303 Mio. EUR) verbessert. Der Ertragsteueraufwand sank von 94 Mio. EUR im ersten Quartal 2011 auf 76 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Bei dieser Entwicklung ist die Auflösung einer Steuerrückstellung aufgrund der Beendigung einer Betriebsprüfung einer ausländischen Tochtergesellschaft zu berücksichtigen. Darüber hinaus hat sich ein Einmaleffekt aus der Anpassung passiver latenter Steuern aufgrund des gesunkenen Steuersatzes in Großbritannien positiv ausgewirkt.

Nach Berücksichtigung der Anteile anderer Gesellschafter entfielen 287 Mio. EUR des Ergebnisses nach Steuern auf die Aktionäre der Linde AG (Vj. 284 Mio. EUR). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,68 EUR (Vj. 1,67 EUR). Auf angepasster Basis, also bereinigt um die Auswirkungen der Kaufpreisallokation im Zuge der BOC-Übernahme, betrug das Ergebnis je Aktie 1,89 EUR (Vj. 1,88 EUR).

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