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Finanzen

Zum 31. März 2012 betrug der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 385 Mio. EUR (Vj. 440 Mio. EUR). Beim Vergleich mit dem Vorjahreswert ist vor allem der Zahlungsmittelzufluss in Höhe von 59 Mio. EUR aus der vorzeitigen Tilgung eines Darlehens aus dem Verkauf von BOC Edwards im Jahr 2007 zu berücksichtigen, der im ersten Quartal 2011 erfasst wurde. Darüber hinaus haben geringere erhaltene Anzahlungen die Entwicklung des Cash Flows aus betrieblicher Tätigkeit beeinträchtigt. Innerhalb des Cash Flows aus Investitionstätigkeit lagen die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie Anlagen in Leasingverhältnissen nach IFRIC 4 im Berichtszeitraum bei 321 Mio. EUR und übertrafen damit deutlich das Niveau des Vorjahreszeitraums (237 Mio. EUR). Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit belief sich zum 31. März 2012 insgesamt auf –281 Mio. EUR (Vj.
–207 Mio. EUR). Der Nettomittelzufluss (Free Cash Flow vor Finanzierungstätigkeit) verringerte sich entsprechend um 129 Mio. EUR auf 104 Mio. EUR (Vj. 233 Mio. EUR).

Die Bilanzsumme ist mit 28,969 Mrd. EUR im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2011 (28,915 Mrd. EUR) nahezu unverändert geblieben. Der wesentliche Anteil an der Bilanzsumme entfiel mit 22,867 Mrd. EUR (31. Dezember 2011: 23,071 Mrd. EUR) auf die Langfristigen Vermögenswerte. Innerhalb dieser Position ist der Goodwill – hauptsächlich aufgrund von Währungseffekten – um 26 Mio. EUR gesunken. Die Sachanlagen haben sich von 9,030 Mrd. EUR auf 9,008 Mrd. EUR reduziert. Auch die Immateriellen Vermögenswerte gingen zurück: von 3,300 Mrd. EUR auf 3,233 Mrd. EUR. Der Rückgang beruht bei beiden Positionen im Wesentlichen auf Währungs- sowie Abschreibungseffekten. Gegenläufig wirkten sich Investitionen in das Sachanlagevermögen aus. Die Forderungen aus Finanzierungsleasing haben sich im Berichtszeitraum aufgrund der planmäßigen Amortisierung der Leasingforderungen um 19 Mio. EUR verringert. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 258 Mio. EUR. Hierbei sind insbesondere der Anstieg der Vorräte um 60 Mio. EUR sowie die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 106 Mio. EUR zu berücksichtigen.

Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Jahresende 2011 um 133 Mio. EUR auf 12,277 Mrd. EUR (31. Dezember 2011: 12,144 Mrd. EUR) gewachsen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 308 Mio. EUR zurückzuführen. Gegenläufig haben sich die versicherungsmathematischen Verluste aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen sowie Währungskurseffekte ausgewirkt. Die Eigenkapitalquote lag zum 31. März 2012 vor Auszahlung der Dividende mit 42,4 Prozent leicht über dem Wert zum Geschäftsjahresende 2011 (42,0 Prozent).

Die Nettofinanzschulden ergeben sich aus den Bruttofinanzschulden abzüglich der Wertpapiere mit langfristiger Halteabsicht, der kurzfristigen Wertpapiere sowie der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Nettofinanzschulden sind im Vergleich zum 31. Dezember 2011 mit 5,095 Mrd. EUR stabil geblieben. Der dynamische Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden im Verhältnis zu operativem Ergebnis der vergangenen zwölf Monate) liegt mit 1,6 unverändert auf dem Niveau zum Stichtag 31. Dezember 2011. Das so genannte Gearing (das Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital) reduzierte sich geringfügig auf 41,5 Prozent (31. Dezember 2011: 41,9 Prozent).

Wie das Fälligkeitenprofil der Finanzschulden zeigt, ist die Finanzierung des Linde Konzerns langfristig ausgerichtet: Von den Bruttofinanzschulden in Höhe von 7,818 Mrd. EUR (31. Dezember 2011: 7,768 Mrd. EUR) werden 1,414 Mrd. EUR (31. Dezember 2011: 1,277 Mrd. EUR) als kurzfristige und 6,404 Mrd. EUR (31. Dezember 2011: 6,491 Mrd. EUR) als langfristige Finanzschulden ausgewiesen. Über 75 Prozent der Finanzschulden werden erst nach dem Jahr 2013 fällig.

Den kurzfristigen Bruttofinanzschulden stehen kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 1,069 Mrd. EUR, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 1,053 Mrd. EUR sowie eine derzeit ungezogene syndizierte Kreditfazilität über 2,5 Mrd. EUR mit einer Laufzeit bis 2015 gegenüber. Die zur Verfügung stehende Liquidität betrug zum 31. März 2012 somit 3,208 Mrd. EUR. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Wertpapiere mit langfristiger Halteabsicht in Höhe von 601 Mio. EUR lag die verfügbare Liquidität bei 3,809 Mrd. EUR. Einen Teil der Liquidität wird Linde im zweiten Quartal 2012 zur Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von 724 Mio. EUR sowie für die Begleichung des Kaufpreises in Höhe von 590 Mio. EUR für den Erwerb des kontinentaleuropäischen Homecare-Geschäfts von Air Products einsetzen.

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