2 von 12 

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Der weltwirtschaftliche Aufschwung hat sich im ersten Quartal 2011 weiter fortgesetzt. Nachdem das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut Daten des internationalen Prognoseinstituts Global Insight im vergangenen Jahr um 4,1 Prozent gewachsen war, rechnen die Experten für das Gesamtjahr 2011 derzeit mit einem weltweiten Wachstum von 3,5 Prozent. Damit haben die Wirtschaftsforscher ihre Schätzung im Vergleich zu den Angaben zum Jahresende 2010 (3,7 Prozent) leicht gesenkt. Für das Jahr 2011 rechnet Global Insight mit einem Wachstum der weltweiten Industrieproduktion (IP) von 5,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr (8,0 Prozent) wird sich die Steigerung der IP damit erwartungsgemäß nicht weiter beschleunigen.

Im Berichtszeitraum waren erneut in Asien die größten Wachstumsraten zu verzeichnen. Insbesondere in China entwickelte sich die Wirtschaft nach wie vor dynamisch. Auch in den reiferen Märkten Europas und in den USA hat sich das konjunkturelle Umfeld weiter stabilisiert. Hier zeichnet sich ein Übergang von der staatlich geförderten Nachfrage hin zu einem verstärkten privaten Konsum ab.

Dennoch bestehen unverändert Unsicherheiten über die Breite, Nachhaltigkeit und Intensität des weltweiten Wirtschaftswachstums. In den reiferen Volkswirtschaften wirken Konsolidierungsmaßnahmen der Finanzpolitik und eine restriktive Geldpolitik dämpfend. In den Schwellenländern birgt die kräftige Konjunktur Inflations- und Stabilitätsrisiken, denen die Regierungen mit restriktiven Maßnahmen begegnen dürften. Die Stabilität der Finanzmärkte ist noch nicht wiederhergestellt, und in vielen Industrieländern ist die Arbeitslosigkeit nach wie vor hoch. Darüber hinaus könnten die politischen Konflikte in Teilen der arabischen Welt und ein deutlicher Anstieg der Öl- und Rohstoffpreise die gesamtwirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen. Deshalb wird auf absehbare Zeit das strukturelle Potential in den aufstrebenden Volkswirtschaften der wichtigste Treiber für das globale Wirtschaftswachstum bleiben.

Für das laufende Jahr 2011 gehen die Konjunkturforscher für die einzelnen Regionen erneut von unterschiedlichen Wachstumsgeschwindigkeiten aus. Für die Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) erwartet Global Insight einen Anstieg des BIP um 2,3 Prozent. Für die Eurozone geht das Institut weiterhin von einem Wachstum von 1,7 Prozent aus. In Deutschland rechnen die Konjunkturforscher jetzt mit einer Erhöhung der Wirtschaftsleistung um 3,0 Prozent (Jahresende 2010: 2,5 Prozent). Für Osteuropa wird ein Plus von 3,8 Prozent (Jahresende 2010: 3,6 Prozent) erwartet. Im Mittleren Osten soll die Wirtschaft in diesem Jahr um 5,4 Prozent wachsen. In Afrika soll das Wirtschaftswachstum 4,9 Prozent erreichen. Das Wachstum in der Region Amerika prognostizieren die Experten auf 3,4 Prozent. Für die USA hat Global Insight die bisherige Vorhersage bestätigt: Auf das Jahr 2011 bezogen erwartet das Institut hier eine Erhöhung des BIP um 3,2 Prozent. Für Südamerika blieb der Konjunkturausblick mit einer BIP-Steigerung um 4,9 Prozent ebenfalls unverändert. In der Region Asien/Pazifik wird erneut mit einer hohen Wachstumsrate von 6,9 Prozent gerechnet. Dabei dürfte China mit einer prognostizierten Ausweitung der Wirtschaftsleistung von 9,5 Prozent (Jahresende 2010: 9,2 Prozent) abermals für die größten Impulse sorgen. Auch für Indien prognostiziert Global Insight mit einem BIP-Plus von 8,3 Prozent erneut ein starkes Wachstum. Für Australien wird eine Steigerung des BIP um 2,5 Prozent erwartet.

Seite drucken
Download

Kontakt

Investor Relations
Tel 089.35757-1321
Fax 089.35757-1398
(c) The Linde Group 2011