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Finanzen

Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Nettomittelzufluss (Free Cash Flow vor Finanzierungstätigkeit) um 13,1 Prozent auf 233 Mio. EUR (Vj. 206 Mio. EUR). Der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit betrug 440 Mio. EUR und lag somit 10,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (397 Mio. EUR). Dieser Anstieg resultiert zum einen aus dem deutlich verbesserten Ergebnis vor Steuern, und zum anderen spiegelt sich der Zahlungsmittelzufluss aus der vorzeitigen Tilgung eines Darlehens aus dem Verkauf von BOC Edwards in 2007 in Höhe von 59 Mio. EUR wider. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit betrug im ersten Quartal –207 Mio. EUR (Vj. –191 Mio. EUR). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie Anlagen in Leasingverhältnissen nach IFRIC 4 lagen im Berichtszeitraum mit 237 Mio. EUR um 6,3 Prozent über dem Vorjahreswert von 223 Mio. EUR.

Die Bilanzsumme ging im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2010 um 2,0 Prozent
(–530 Mio. EUR) auf 26,358 Mrd. EUR zurück. Die langfristigen Vermögenswerte, die 81 Prozent der Bilanzsumme ausmachen, reduzierten sich um 869 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf Währungskurseffekte zurückzuführen ist. Die Nettofinanzschulden (Finanzschulden abzüglich Liquider Mittel und Wertpapiere) sind von 5,497 Mrd. EUR zum 31. Dezember 2010 um 275 Mio. EUR auf 5,222 Mrd. EUR gesunken. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Reduktion der Nettofinanzschulden positiv durch Währungskurseffekte beeinflusst wurde. Ebenso positiv wirkten sich hier die Veränderungen der Marktbewertung von Absicherungsgeschäften (Fair Value Hedges) aus. Die Finanzierung der Linde Group ist langfristig ausgerichtet, wie das Fälligkeitenprofil der Finanzschulden zeigt. Von den Finanzschulden in Höhe von 6,642 Mrd. EUR (31.12.2010: 6,673 Mrd. EUR) werden 491 Mio. EUR (31.12.2010: 459 Mio. EUR) als kurzfristige und 6,151 Mrd. EUR (31.12.2010: 6,214 Mrd. EUR) als langfristige Finanzschulden ausgewiesen. Über 70 Prozent der Finanzschulden haben eine Fälligkeit erst nach dem Jahr 2012. Den kurzfristigen Finanzschulden stehen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 1,404 Mrd. EUR (31.12.2010: 1,159 Mrd. EUR) sowie eine syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 2,5 Mrd. EUR mit einer Laufzeit bis 2015 gegenüber. Das sogenannte Gearing (das Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital) verbesserte sich aufgrund der gesunkenen Nettofinanzschulden zum Ende des ersten Quartals auf 47 Prozent (31.12.2010: 48 Prozent). Der dynamische Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden zu operativem Ergebnis der letzten zwölf Monate) ist im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2010 vom Faktor 1,9 auf den Faktor 1,7 gesunken.

Das Eigenkapital reduzierte sich vor Auszahlung der Dividende um 195 Mio. EUR auf 11,167 Mrd. EUR. Dieser Rückgang des Eigenkapitals resultiert im Wesentlichen aus Währungskurseffekten. Gegenläufig hat sich das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 303 Mio. EUR sowie die Marktbewertung von derivativen Finanzinstrumenten auf das Eigenkapital ausgewirkt. Die Eigenkapitalquote liegt mit 42 Prozent auf dem Niveau zum Geschäftsjahresende 2010.

(c) The Linde Group 2011