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Finanzen

Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit um 10,8 Prozent auf 1,699 Mrd. EUR (Vj. 1,533 Mrd. EUR). Dieser Anstieg resultiert zum einen aus einem verbesserten Working Capital und zum anderen aus der guten Entwicklung des operativen Ergebnisses, das sich um 10,2 Prozent auf 2,363 Mrd. EUR (Vj. 2,145 Mrd. EUR) erhöht hat. Innerhalb des Cash Flows aus Investitionstätigkeit lagen die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie Anlagen in Leasingverhältnissen nach IFRIC 4 im Berichtszeitraum bei 893 Mio. EUR und übertrafen damit deutlich das Niveau des Vorjahreszeitraums (764 Mio. EUR). Des Weiteren umfasst diese Position eine Auszahlung in Höhe von 600 Mio. EUR für langfristige Wertpapiere, die als strategische Liquiditätsreserve gehalten werden. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit betrug damit zum 30. September 2011 insgesamt –1,432 Mrd. EUR (Vj. –663 Mio. EUR). Der Nettomittelzufluss (Free Cash Flow vor Finanzierungstätigkeit) verringerte sich entsprechend um 603 Mio. EUR auf 267 Mio. EUR (Vj. 870 Mio. EUR).

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum 31. Dezember 2010 leicht um 49 Mio. EUR auf 26,839 Mrd. EUR (Vj. 26,888 Mrd. EUR) gesunken. Der wesentliche Anteil an der Bilanzsumme entfällt mit 21,987 Mrd. EUR (Vj. 22,260 Mrd. EUR) auf die Langfristigen Vermögenswerte. Innerhalb dieser Position haben sich die Sachanlagen von 8,723 Mrd. EUR auf 8,543 Mrd. EUR reduziert. Die Immateriellen Vermögenswerte gingen von 11,305 Mrd. EUR auf 10,803 Mrd. EUR zurück. Der Rückgang beruht bei beiden Positionen im Wesentlichen auf Währungs- sowie Abschreibungseffekten. Gegenläufig wirkten sich Investitionen in das Sachanlagevermögen aus. Diese entfallen zum überwiegenden Teil auf neue On-site-Projekte im Gasegeschäft. Eine zusätzliche Veränderung bei den Langfristigen Vermögenswerten resultiert aus dem Zugang der langfristigen Wertpapiere innerhalb der Übrigen Finanzanlagen. Diese Liquiditätsreserve wird wegen ihres strategischen Charakters in den Langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Zum Stichtag beträgt der Bestand 602 Mio. EUR.

Die Nettofinanzschulden ergeben sich aus den Finanzschulden abzüglich der Liquiden Mittel und der Wertpapiere. Die Nettofinanzschulden sind um 265 Mio. EUR von 5,497 Mrd. EUR (31. Dezember 2010) per Ende September 2011 auf 5,232 Mrd. EUR zurückgeführt worden. Der dynamische Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden im Verhältnis zu operativem Ergebnis der vergangenen zwölf Monate) hat sich auf 1,7 reduziert. Zum 31. Dezember 2010 lag dieser Wert noch bei 1,9.

Die Finanzierung der Linde Group ist langfristig ausgerichtet, wie das Fälligkeitenprofil der Finanzschulden zeigt: Von den Finanzschulden in Höhe von 7,013 Mrd. EUR (31. Dezember 2010: 6,673 Mrd. EUR) werden 1,376 Mrd. EUR (31. Dezember 2010: 459 Mio. EUR) als kurzfristige und 5,637 Mrd. EUR (31. Dezember 2010: 6,214 Mrd. EUR) als langfristige Finanzschulden ausgewiesen. Über 75 Prozent der Finanzschulden werden erst nach dem Jahr 2012 fällig. Den kurzfristigen Finanzschulden stehen liquide Mittel (Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Liquiditätsreserven) in Höhe von 1,765 Mrd. EUR (31. Dezember 2010: 1,159 Mrd. EUR) sowie eine syndizierte, derzeit ungezogene Kreditfazilität über 2,5 Mrd. EUR mit einer Laufzeit bis 2015 gegenüber.

Das Eigenkapital ist im Vergleich zum 31. Dezember 2010 um 135 Mio. EUR auf 11,227 Mrd. EUR zum Bilanzstichtag gesunken. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Dividendenauszahlung in Höhe von 403 Mio. EUR sowie auf Währungseffekte und versicherungsmathematische Verluste aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Eigenkapitalerhöhend hat sich das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 903 Mio. EUR ausgewirkt. Das so genannte Gearing (das Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital) reduzierte sich auf 46,6 Prozent (31. Dezember 2010: 48,4 Prozent). Die Eigenkapitalquote lag per Ende September 2011 mit 41,8 Prozent leicht unter dem Wert zum Geschäftsjahresende 2010 (42,3 Prozent).

(c) The Linde Group 2011