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Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die gesamtwirtschaftlichen Erholungstendenzen, die im zweiten Halbjahr 2009 zu erkennen waren, haben sich im ersten Quartal 2010 verfestigt. Nach wie vor steht die konjunkturelle Entwicklung in fast allen Regionen jedoch noch unter dem Eindruck der tiefgreifenden Wirtschafts- und Finanzkrise.

Trotz äußerst niedriger Leitzinsen und fortlaufender Stützungsmaßnahmen von staatlicher Seite ist das globale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) weiterhin verhalten. Dies gilt ebenso für die weltweite Industrieproduktion, die für unser Gasegeschäft der maßgebliche Indikator ist.

Vor allem in den beiden dominierenden Wirtschaftsräumen Nordamerika und Europa ist der Aufschwung bisher eher moderat ausgefallen. Hier ist noch immer eine Zurückhaltung bei Investitions- und Verbraucherausgaben spürbar.

Dem gegenüber stand eine auch zum Jahresbeginn 2010 ungebremste Dynamik in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Insbesondere in Asien – mit den beiden aufstrebenden großen Volkswirtschaften China und Indien – waren im ersten Quartal hohe Wachstumsraten zu verzeichnen. Die Konjunkturforscher erwarten, dass diese Märkte auch im weiteren Jahresverlauf am stärksten zum globalen Wirtschaftswachstum beitragen werden. Die Aussichten für die reifen Wirtschaftsregionen USA und Westeuropa werden hingegen vorsichtiger eingeschätzt.

Insgesamt entsprach die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Quartal 2010 in etwa den Prognosen der Konjunkturexperten. Für das Gesamtjahr 2010 rechnet Global Insight mit einem Wachstum des weltweiten BIP um 3,0 Prozent und hat damit seine Schätzungen verglichen mit den Angaben in unserem aktuellen Geschäftsbericht (2,6 Prozent) leicht erhöht. Für Westeuropa prognostizieren die Wirtschaftsforscher für das laufende Jahr nach wie vor einen BIP-Anstieg um 1,0 Prozent und für die Eurozone unverändert eine Steigerung um 0,9 Prozent. Für die USA hat Global Insight die Prognose angehoben: Für das Jahr 2010 erwartet das Institut nun ein Wachstum von 3,0 Prozent (Geschäftsbericht: 2,2 Prozent). Für Südamerika blieb der Konjunkturausblick mit einer BIP-Steigerung um 3,6 Prozent nahezu gleich (Geschäftsbericht: 3,4 Prozent). Mit einer hohen Wachstumsrate von 10,3 Prozent (Geschäftsbericht: 10 Prozent) wird auch in diesem Jahr in China gerechnet. Die Wachstumsprognose für die Region Südpazifik und Afrika haben die Konjunkturforscher für das Jahr 2010 nach jüngsten Schätzungen auf 3,4 Prozent (Geschäftsbericht: 3 Prozent) nach oben korrigiert.

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