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Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die gesamtwirtschaftliche Erholung, die bereits im ersten Halbjahr 2010 zu erkennen war, hat sich im dritten Quartal weiter verstärkt. Der Aufschwung ist dennoch unverändert mit Risiken behaftet, da die Folgen der Wirtschaftskrise noch nicht vollständig aufgearbeitet sind.

Im Berichtszeitraum waren erneut in Asien die größten Wachstumsraten zu verzeichnen. Insbesondere in China entwickelte sich die Wirtschaft nach wie vor dynamisch – trotz einiger wirtschaftspolitischer Maßnahmen zur Abkühlung einzelner Branchen. Die allgemeine Verbesserung der globalen Wirtschaftslage hat auch zu einer weiteren Stabilisierung der Nachfrage in Europa und den USA beigetragen. Die reiferen Volkswirtschaften konnten vor allem von steigenden Exporten in die Schwellenländer profitieren.

Der Rückkehr zu einem selbsttragenden globalen Wirtschaftswachstum stehen jedoch noch zahlreiche strukturelle Ungleichgewichte als Folge der weltweiten Rezession entgegen. So ist damit zu rechnen, dass die Regierungen in Europa und in den USA ihre Konjunkturprogramme Schritt für Schritt zurückfahren und ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik stattdessen auf eine Rückführung der Staatsdefizite ausrichten werden. Zudem sind die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit in den USA sowie die fortschreitende Sanierung der Immobilien- und Finanzmärkte Risikofaktoren für ein stabiles, globales Konjunkturwachstum. Das strukturelle Entwicklungspotential der Schwellenländer dürfte daher auf absehbare Zeit der wichtigste Treiber für das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) bleiben.

Global Insight erwartet in seinen jüngsten Prognosen für das weltweite BIP im Jahr 2010 einen Anstieg um 3,6 Prozent und damit die gleiche Wachstumsrate wie bei Redaktionsschluss unseres Berichts zum ersten Halbjahr 2010 (H1). Für das Wirtschaftswachstum in den USA geht Global Insight jetzt nur noch von einer Ausweitung um 2,6 Prozent aus (H1-Bericht: 3,4 Prozent). Die Prognosen für Westeuropa und die Eurozone wurden vor dem Hintergrund der guten Entwicklung in den vergangenen Monaten hingegen auf 1,7 Prozent beziehungsweise 1,5 Prozent angehoben (H1-Bericht: 1,2 Prozent beziehungsweise 1,0 Prozent). Die höchsten Wachstumserwartungen verknüpfen die Konjunkturforscher erneut mit China. Hier rechnet Global Insight nunmehr mit einer Verbesserung des BIP um 10,2 Prozent (H1-Bericht: 10,9 Prozent). Für Südamerika wird eine Steigerung des BIP um 5,7 Prozent (H1-Bericht: 4,6 Prozent) prognostiziert. Für die Großregion Afrika und Südpazifik sagt das Wirtschaftsforschungsinstitut ein Wachstum von 3,5 Prozent (H1-Bericht: 3,4 Prozent) voraus.

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