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Finanzen

Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Netto-Mittelzufluss (Free Cash Flow vor Finanzierungstätigkeit) um 22,7 Prozent auf 870 Mio. EUR (Vj. 709 Mio. EUR). Der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit betrug 1,533 Mrd. EUR und lag somit um 7,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (Vj. 1,424 Mrd. EUR). Dieser Anstieg resultiert vor allem aus dem deutlich verbesserten Ergebnis vor Steuern. Gegenläufig wirkte sich die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens – höhere Bindung des Working Capitals aus. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit belief sich per 30. September 2010 auf –663 Mio. EUR (Vj. –715 Mio. EUR). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie Anlagen in Leasingverhältnissen nach IFRIC 4 betrug im Berichtszeitraum 764 Mio. EUR und lag damit auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (766 Mio. EUR).

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2009 um 6,2 Prozent oder 1,505 Mrd. EUR auf 25,886 Mrd. EUR erhöht. Die langfristigen Vermögenswerte sind um 1,077 Mrd. EUR gestiegen. Dieser Zuwachs ist im Wesentlichen auf die Investitionen in der Berichtsperiode sowie auf Währungseffekte zurückzuführen. Die Investitionen in die langfristigen Vermögenswerte entfallen zum überwiegenden Teil auf neue Tonnage-Projekte. Die Nettofinanzschulden (Finanzschulden abzüglich Liquide Mittel und Wertpapiere) sind um 147 Mio. EUR von 6,119 Mrd. EUR zum 31. Dezember 2009 auf nunmehr 5,972 Mrd. EUR gesunken. Der dynamische Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden durch operatives Ergebnis) hat sich in den letzten zwölf Monaten auf 2,1 reduziert (zum 31. Dezember 2009 lag dieser Wert noch bei 2,6).

Die Finanzierung der Linde Group ist langfristig ausgerichtet, wie das Fälligkeitenprofil der Finanzschulden zeigt: Von den Finanzschulden in Höhe von 6,935 Mrd. EUR (31. Dezember 2009: 6,967 Mrd. EUR) werden 713 Mio. EUR (31. Dezember 2009: 381 Mio. EUR) als kurzfristige und 6,222 Mrd. EUR (31. Dezember 2009: 6,586 Mrd. EUR) als langfristige Finanzschulden ausgewiesen. Mehr als 80 Prozent der Finanzschulden werden erst nach dem Jahr 2011 fällig. Den kurzfristigen Finanzschulden stehen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 947 Mio. EUR sowie eine syndizierte Kreditfazilität über 2,5 Mrd. EUR mit einer Laufzeit bis 2015 gegenüber. Diese im Mai 2010 abgeschlossene – derzeit ungezogene – syndizierte Kreditlinie löst den syndizierten Kredit zur Finanzierung der Akquisition von BOC aus dem Jahr 2006 sowie die im vergangenen Jahr abgeschlossene Forward-Start-Fazilität ab. Mit der neuen Kreditlinie sichert sich Linde eine solide allgemeine Liquiditätsreserve bei Banken und erhöht die Finanzierungssicherheit weiter.

Am 14. April 2010 hat die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S & P) das Langfrist-Rating für Linde um eine Stufe von BBB+ auf A– mit stabilem Ausblick angehoben. Das Kurzfrist-Rating wurde auf A2 belassen. Ebenfalls im April hat auch die Rating-Agentur Moody’s das Langfrist-Rating des Unternehmens um eine Stufe von Baa1 auf A3 mit stabilem Ausblick heraufgesetzt. Das Kurzfrist-Rating blieb unverändert auf Prime 2.

Das Eigenkapital hat sich von 9,187 Mrd. EUR um 1,203 Mrd. EUR auf 10,390 Mrd. EUR erhöht. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf Währungseffekte sowie auf das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 748 Mio. EUR zurückzuführen. Gegenläufig haben sich die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen, die Veränderung der unrealisierten Gewinne und Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten und die Dividendenzahlung ausgewirkt. Die Eigenkapitalquote liegt mit 40 Prozent leicht über dem Wert zum Geschäftsjahresende 2009 (38 Prozent).

(c) The Linde Group 2010