Konzernergebnis

Der Technologiekonzern The Linde Group hat sich vor dem Hintergrund der weltweit schwächeren Konjunktur im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009 vergleichsweise stabil entwickelt.

Im ersten Quartal 2009 ist der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr währungsbereinigt um 5,3 Prozent gesunken. Auf berichteter Basis, also ohne Berücksichtigung der Währungseffekte, lag der Konzernumsatz per Ende März mit 2,695 Mrd. EUR um 7,6 Prozent unter dem Vorjahreswert (2,917 Mrd. EUR).

Das operative Konzernergebnis verringerte sich währungsbereinigt um 7,3 Prozent. Unter Berücksichtigung einmaliger Restrukturierungsaufwendungen von 20 Mio. EUR beträgt der Rückgang lediglich 3,8 Prozent. Auf berichteter Basis ist es mit 538 Mio. EUR um 10,6 Prozent niedriger ausgefallen als im Vorjahr (602 Mio. EUR). Die operative Marge erreichte damit 20,0 Prozent gegenüber 20,6 Prozent im Vorjahr. Unter Herausrechnung der Restrukturierungsaufwendungen liegt diese sogar mit 20,7 Prozent leicht über dem Vorjahr.

Obwohl es vereinzelt leichte Anzeichen für eine Erholung gibt, ist ein rascher und nachhaltiger Anstieg der Nachfrage derzeit nicht in Sicht. Um diese schwierige gesamtwirtschaftliche Phase weiterhin relativ robust zu durchlaufen, setzen wir unser ganzheitliches Programm zur Prozessoptimierung und Produktivitätssteigerung (HPO = High Performance Organisation) beschleunigt um. Dies ist in einigen Bereichen und Regionen auch mit Kapazitätsanpassungen verbunden, beispielsweise auch durch die übergreifende Bündelung von Funktionen im Rahmen organisatorischer Verbesserungen. Diese Maßnahmen zur nachhaltigen Erhöhung unserer Effizienz werden zu einmaligen Restrukturierungsaufwendungen von rund 70 Mio. EUR führen. Im ersten Quartal wurden davon bereits 20 Mio. EUR ergebniswirksam erfasst. Aufgrund der zentralen Steuerung des Programms sind die Aufwendungen Bestandteil der Corporate-Aktivitäten, die in der Segmentberichterstattung in der Spalte „Überleitung“ enthalten sind.

Das Finanzergebnis in Höhe von -79 Mio. EUR entspricht dem des Vorjahres.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 170 Mio. EUR und lag somit unter dem Vorjahreswert von 239 Mio. EUR. Bei dieser Verringerung sind auch die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 20 Mio. EUR sowie die im Vorjahr erzielten Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf von Unternehmensteilen in Höhe von 15 Mio. EUR zu berücksichtigen.

Das Konzernergebnis nach Steuern betrug per Ende März 128 Mio. EUR (Vj. 172 Mio. EUR). Auf die Aktionäre der Linde AG entfielen davon 115 Mio. EUR (Vj. 160 Mio. EUR). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,68 EUR (Vj. 0,96 EUR). Beim Vergleich mit dem Vorjahr sind auch hier die Aufwendungen aus der Restrukturierung und die im Vorjahr erzielten Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf von Unternehmensteilen zu berücksichtigen. Auf angepasster Basis, das heißt bereinigt um die Auswirkungen der Kaufpreisallokation im Zuge der BOC-Übernahme und der im Vorjahr erzielten Veräußerungsgewinne, lag das Ergebnis je Aktie im ersten Quartal bei 0,99 EUR gegenüber 1,29 EUR im Vorjahr.



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