Finanzen

Im Berichtszeitraum betrug der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 841 Mio. EUR und lag somit über dem Niveau des Vorjahres (816 Mio. EUR). Der trotz des Ergebnisrückgangs relativ starke Cash Flow ist im Wesentlichen auf Verbesserungen im Bereich des Working-Capital-Managements zurückzuführen.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr auf –536 Mio. EUR (Vj. –424 Mio. EUR). Der Anstieg um 112 Mio. EUR resultiert hauptsächlich aus den im Vorjahr erfassten Einzahlungen aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten (104 Mio. EUR). Hierbei handelte es sich um Kaufpreiszahlungen für die verkaufte Tochtergesellschaft in Kolumbien und die verbliebenen Teile des BOC Edwards Komponentengeschäfts – BOC Edwards Pharmaceutical Systems. Die Auszahlung für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie Anlagen in Leasingverhältnissen nach IFRIC 4 liegen im Berichtszeitraum mit 543 Mio. EUR rund 4,6 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (569 Mio. EUR) und damit weiterhin auf einem relativ hohen Niveau. Die Auszahlungen für den Zugang konsolidierter Unternehmen in Höhe von 60 Mio. EUR spiegeln im Wesentlichen den Erwerb unserer Tochtergesellschaft SIGAS in Saudi-Arabien wider. Der Nettomittelzufluss (Free Cash Flow vor Finanzierungstätigkeit) beträgt per Ende Juni 305 Mio. EUR (Vj. 392 Mio. EUR).

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2008 um 2,8 Prozent oder 658 Mio. EUR auf 24,482 Mrd. EUR erhöht. Die langfristigen Vermögenswerte sind um 727 Mio. EUR gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Investitionen im ersten Halbjahr sowie auf Währungseffekte zurückzuführen. Die Investitionen in die langfristigen Vermögenswerte entfallen zum überwiegenden Teil auf neue Tonnage-Projekte. Die Nettofinanzschulden (Finanzschulden abzüglich Liquide Mittel und Wertpapiere) sind um 373 Mio. EUR von 6,423 Mrd. EUR zum 31. Dezember 2008 auf 6,796 Mrd. EUR gestiegen. Bei diesem Zuwachs sind Währungseinflüsse und Bewertungseffekte im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Absicherungsgeschäften (Fair Value Hedges) in Höhe von 174 Mio. EUR zu berücksichtigen.

Die Finanzierung der Linde Group ist langfristig ausgerichtet, wie das Fälligkeitenprofil der Finanzschulden zeigt. Von den Finanzschulden in Höhe von 7,685 Mrd. EUR (31.12.2008: 7,445 Mrd. EUR) werden 1,310 Mrd. EUR (31.12.2008: 1,290 Mrd. EUR) als kurzfristige und 6,375 Mrd. EUR (31.12.2008: 6,155 Mrd. EUR) als langfristige Finanzschulden ausgewiesen. Mehr als 80 Prozent der Finanzschulden werden erst nach dem Jahr 2010 fällig. Den kurzfristigen Finanzschulden stehen liquide Mittel in Höhe von 866 Mio. EUR sowie eine syndizierte Kreditfazilität über 2 Mrd. EUR mit einer Laufzeit bis 2011 gegenüber. Am 1. Juli 2009 wurde eine neue, zweijährige revolvierende Kreditlinie in Höhe von 1,6 Mrd. EUR abgeschlossen. Diese so genannte Forward-Start-Fazilität wird ab 2011 verfügbar sein.

Das Eigenkapital hat sich von 8,249 Mrd. EUR um 460 Mio. EUR auf 8,709 Mrd. EUR erhöht. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf Währungseffekte sowie auf das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 274 Mio. EUR zurückzuführen. Gegenläufig haben sich die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen, die Dividendenzahlung und die Marktbewertung von derivativen Finanzinstrumenten ausgewirkt. Die Eigenkapitalquote liegt mit 36 Prozent leicht über dem Wert zum Geschäftsjahresende 2008 (35 Prozent).



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