Konzernergebnis

Der Technologiekonzern The Linde Group hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2009 in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld und trotz der gesamtwirtschaftlich bedingten Volumenrückgänge die Profitabilität gefestigt. Die operative Marge betrug auf Konzernebene im ersten Halbjahr 20,2 Prozent gegenüber 20,1 Prozent im Vorjahr. Unter Herausrechnung der einmaligen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 67 Mio. EUR lag die operative Marge bei 21,4 Prozent. Von dieser Verbesserung um 130 Basispunkte sind 50 Basispunkte auf die im Jahresvergleich niedrigeren Erdgaspreise zurückzuführen. Die Steigerung der operativen Rendite resultiert somit vor allem aus den positiven Effekten der beschleunigten Umsetzung unseres HPO-Programms.

HPO (High Performance Organisation), unser ganzheitliches Konzept zur Prozessoptimierung und Produktivitätssteigerung, ist in einigen Bereichen und Regionen auch mit Kapazitätsanpassungen verbunden. Von den daraus resultierenden einmaligen Aufwendungen in Höhe von rund 70 Mio. EUR wurden im ersten Halbjahr bereits 67 Mio. EUR ergebniswirksam erfasst, 47 Mio. EUR davon alleine im zweiten Quartal. Diese Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung unserer Effizienz führen zu einmaligen Restrukturierungsaufwendungen und sind aufgrund der zentralen Steuerung Bestandteil der Corporate-Aktivitäten. Insofern werden diese Aufwendungen in der Segmentberichterstattung in der Spalte „Überleitung“ dargestellt. Auf der Basis von HPO wollen wir über die Geschäftsjahre 2009 bis 2012 Kosteneinsparungen in Höhe von insgesamt 650-800 Mio. EUR erzielen und unsere Wettbewerbsfähigkeit unabhängig von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kontinuierlich weiter stärken.

Vor dem Hintergrund der globalen Wirtschaftskrise ist der Konzernumsatz im Vergleich zum Rekordjahr 2008 im ersten Halbjahr 2009 um 12,5 Prozent auf 5,476 Mrd. EUR (Vj. 6,256 Mrd. EUR) gesunken. Das operative Konzernergebnis lag per Ende Juni mit 1,104 Mrd. EUR um 12,2 Prozent unter dem Vorjahreswert (1,258 Mrd. EUR). Unter Berücksichtigung der Restrukturierungsaufwendungen hatte Linde beim operativen Konzernergebnis lediglich einen Rückgang von 6,9 Prozent zu verzeichnen.

Das Finanzergebnis verbesserte sich von -172 Mio. EUR auf -158 Mio. EUR. Dabei haben wir auch von den niedrigen Zinsen an den Finanzmärkten profitiert.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 365 Mio. EUR und lag damit um 179 Mio. EUR (- 32,9 Prozent) unter dem Vorjahreswert von 544 Mio. EUR. Unter Herausrechnung der Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 67 Mio. EUR sowie der im Vorjahr erzielten Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf von Unternehmensteilen in Höhe von 59 Mio. EUR beträgt der Rückgang lediglich 53 Mio. EUR (-10,9 Prozent).

Das Konzernergebnis nach Steuern erreichte per Ende Juni 274 Mio. EUR (Vj. 402 Mio. EUR). Nach Berücksichtigung von Anteilen anderer Gesellschafter entfielen davon 248 Mio. EUR auf die Aktionäre der Linde AG (Vj. 375 Mio. EUR). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,47 EUR (Vj. 2,24 EUR). Bei der Gegenüberstellung mit dem Vorjahreswert sind auch hier die im Jahr 2009 einmalig erfassten Restrukturierungsaufwendungen sowie die im Vorjahr erzielten Ergebnisse aus der Veräußerung von Unternehmensteilen zu berücksichtigen. Auf angepasster Basis, das heißt bereinigt um die Auswirkungen der Kaufpreisallokation im Zuge der BOC-Übernahme und der im Vorjahr erzielten Veräußerungsgewinne, betrug das Ergebnis je Aktie im ersten Halbjahr 2,06 EUR gegenüber 2,72 EUR im Vorjahr. Die im ersten Halbjahr 2009 erfassten Restrukturierungsaufwendungen sind hierbei nicht herausgerechnet.



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