Finanzen

Im Berichtszeitraum ist der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit um 9,5 Prozent auf 1,424 Mrd. EUR (Vj. 1,301 Mrd. EUR) gestiegen. Dieser deutliche Zuwachs ist sowohl auf die Optimierung unserer Kostenstruktur als auch auf Verbesserungen im Bereich des Working-Capital-Managements zurückzuführen.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit belief sich per 30. September 2009 auf –715 Mio. EUR (Vj. –716 Mio. EUR). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie Anlagen in Leasingverhältnissen nach IFRIC 4 betrug im Berichtszeitraum 766 Mio. EUR (Vj. 891 Mio. EUR). Der überwiegende Teil dieser Auszahlungen entfiel auf neue Projekte in der Gases Division. Die Auszahlungen für den Zugang konsolidierter Unternehmen in Höhe von 60 Mio. EUR spiegeln im Wesentlichen den Erwerb unserer Tochtergesellschaft SIGAS in Saudi-Arabien wider. Bei dem Vergleich mit dem Vorjahr sind darüber hinaus die in der Vergleichsperiode erfassten Einzahlungen aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten (104 Mio. EUR) zu berücksichtigen. Hierbei handelte es sich um Kaufpreiszahlungen für die verkaufte Tochtergesellschaft in Kolumbien und die verbliebenen Teile des BOC Edwards Komponentengeschäfts – BOC Edwards Pharmaceutical Systems. Der Nettomittelzufluss (Free Cash Flow vor Finanzierungstätigkeit) ist per Ende September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich um 21,2 Prozent auf 709 Mio. EUR (Vj. 585 Mio. EUR) gestiegen. Nach Abzug der sonstigen Finanzierungsaktivitäten beträgt der Nettoschuldenabbau 145 Mio. EUR (Vj. Nettoschuldenaufbau 118 Mio. EUR).

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2008 um 1,4 Prozent oder 335 Mio. EUR auf 24,159 Mrd. EUR erhöht. Die langfristigen Vermögenswerte sind um 471 Mio. EUR gestiegen. Dieser Zuwachs ist im Wesentlichen auf die Investitionen in der Berichtsperiode sowie auf Währungseffekte zurückzuführen. Die Nettofinanzschulden (Finanzschulden abzüglich Liquide Mittel und Wertpapiere) liegen mit 6,443 Mrd. EUR wieder annähernd auf dem Niveau vom Jahresende 2008 (31. Dezember 2008: 6,423 Mrd. EUR). Währungseinflüsse und Bewertungseffekte im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Absicherungsgeschäften (Fair Value Hedges) haben die Nettofinanzschulden um 111 Mio. EUR erhöht. Ohne diese Effekte würden die Nettofinanzschulden unter dem Wert zum 31. Dezember 2008 liegen.

Die Finanzierung der Linde Group ist langfristig ausgerichtet, wie das Fälligkeitenprofil der Finanzschulden zeigt: Von den Finanzschulden in Höhe von 7,300 Mrd. EUR (31.12.2008: 7,445 Mrd. EUR) werden 749 Mio. EUR (31.12.2008: 1,290 Mrd. EUR) als kurzfristige und 6,551 Mrd. EUR (31.12.2008: 6,155 Mrd. EUR) als langfristige Finanzschulden ausgewiesen. Rund 90 Prozent der Finanzschulden werden erst nach dem Jahr 2010 fällig. Den kurzfristigen Finanzschulden stehen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 840 Mio. EUR sowie eine syndizierte Kreditfazilität über 2 Mrd. EUR mit einer Laufzeit bis 2011 gegenüber. An diese schließt eine neue, zweijährige revolvierende Kreditlinie in Höhe von 1,6 Mrd. EUR an. Diese so genannte Forward-Start-Fazilität wird dann bis 2013 verfügbar sein.

Das Eigenkapital hat sich von 8,249 Mrd. EUR um 527 Mio. EUR auf 8,776 Mrd. EUR erhöht. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf Währungseffekte sowie auf das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 456 Mio. EUR zurückzuführen. Gegenläufig haben sich die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen und die Dividendenzahlung ausgewirkt. Die Eigenkapitalquote liegt mit 36 Prozent leicht über dem Wert zum Geschäftsjahresende 2008 (35 Prozent).



Verlauf:
Wählen Sie Ihre Themen
 

Die Themen-Navigation bietet raschen Zugang zu wichtigen Themen und wesentlichen Informationen aus dem Geschäftsbericht.


Durch Ihre Auswahl stellen Sie den Geschäftsbericht maßgeschneidert nach Ihren Bedürfnissen neu zusammen.