Konzernergebnis

Der Technologiekonzern The Linde Group hat in einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld den positiven Trend des zweiten Quartals fortgesetzt und in den Monaten Juli bis September die Profitabilität im Vergleich zum Vorquartal weiter gestärkt. Im dritten Quartal ist das operative Konzernergebnis gegenüber dem zweiten Quartal um 12,5 Prozent gestiegen, die operative Marge hat sich deutlich um 210 Basispunkte auf 22,5 Prozent (2. Quartal: 20,4 Prozent) erhöht. Auch im Neun-Monats-Vergleich hat sich die operative Marge weiter verbessert: Per Ende September betrug der Wert auf Konzernebene 20,9 Prozent gegenüber 20,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Unter Herausrechnung der einmaligen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 80 Mio. EUR lag die operative Marge in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei 21,9 Prozent. Von dieser deutlichen Verbesserung um 160 Basispunkte sind 60 Basispunkte auf die im Jahresvergleich niedrigeren Erdgaspreise zurückzuführen. Die Steigerung der operativen Rendite resultiert somit vor allem aus den positiven Effekten der beschleunigten und konsequenten Umsetzung des HPO-Programms.

HPO (High Performance Organisation), das ganzheitliche Konzept des Unternehmens zur Prozessoptimierung und Produktivitätssteigerung, ist in einigen Bereichen und Regionen auch mit Kapazitätsanpassungen verbunden. Diese Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Effizienz haben insgesamt zu einmaligen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 80 Mio. EUR geführt, die Linde per Ende September vollständig erfasst hat. Aufgrund der zentralen Steuerung sind diese Maßnahmen Bestandteil der Corporate-Aktivitäten. Die damit verbundenen Aufwendungen werden deshalb in der Segmentberichterstattung in der Spalte „Überleitung“ dargestellt. Auf der Basis von HPO ist es das Ziel von Linde, über die Geschäftsjahre 2009 bis 2012 Brutto-Kosteneinsparungen in Höhe von insgesamt 650 Mio. EUR bis 800 Mio. EUR zu erreichen und seine Wettbewerbsfähigkeit unabhängig von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kontinuierlich weiter zu stärken.

Vor dem Hintergrund der globalen Wirtschaftskrise ist der Konzernumsatz im Vergleich zum Rekordjahr 2008 in den ersten neun Monaten um 11,5 Prozent auf 8,313 Mrd. EUR (Vj. 9,392 Mrd. EUR) gesunken. Das operative Konzernergebnis lag per Ende September mit 1,741 Mrd. EUR um 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert (1,910 Mrd. EUR). Unter Herausrechnung der Restrukturierungsaufwendungen hatte Linde beim operativen Konzernergebnis lediglich einen Rückgang von 4,7 Prozent zu verzeichnen.

Das Finanzergebnis verbesserte sich von –274 Mio. EUR auf –247 Mio. EUR. Dabei hat das Unternehmen auch weiterhin von den niedrigen Zinsen an den Finanzmärkten profitiert.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 611 Mio. EUR und lag damit um 185 Mio. EUR (-23,2 Prozent) unter dem Vorjahreswert von 796 Mio. EUR. Bereinigt um die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 80 Mio. EUR sowie um die im Vorjahr erzielten Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf von Unternehmensteilen in Höhe von 59 Mio. EUR beträgt der Rückgang lediglich 46 Mio. EUR (-6,2 Prozent).

Das Konzernergebnis nach Steuern erreichte per Ende September 456 Mio. EUR (Vj. 593 Mio. EUR). Nach Berücksichtigung von Anteilen anderer Gesellschafter entfielen davon 417 Mio. EUR auf die Aktionäre der Linde AG (Vj. 552 Mio. EUR). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 2,47 EUR (Vj. 3,29 EUR). Bereinigt um die Auswirkungen der Kaufpreisallokation im Zuge der BOC Übernahme und um die im Vorjahr erzielten Veräußerungsgewinne betrug das Ergebnis je Aktie in den ersten neun Monaten 3,38 EUR gegenüber 4,14 EUR im Vorjahr. Die in diesem Jahr erfassten Restrukturierungsaufwendungen sind hierbei nicht herausgerechnet.



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