[12] Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die Aufstellung des Zwischenberichts nach IFRS erfordert bei einigen Bilanzposten Ermessensentscheidungen bzw. Schätzungen, die sich auf den Ansatz und die Bewertung in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung auswirken. Die tatsächlich realisierten Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei:

  • der Beurteilung der Notwendigkeit sowie der Bemessung einer Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte, Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sowie des Vorratsvermögens,
  • dem Ansatz und der Bewertung von Pensionsverpflichtungen,
  • dem Ansatz und der Bewertung der Sonstigen Rückstellungen,
  • der Beurteilung des Auftragsfortschritts bei langfristigen Fertigungsaufträgen,
  • der Beurteilung von Leasingtransaktionen.

Eine Veränderung der Einflussfaktoren, die bei der Prüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes verwendet werden, kann unter Umständen zu höheren, niedrigeren bzw. keinen Wertminderungen führen.

Die Verpflichtung aus den leistungsorientierten Pensionszusagen wird auf Basis versicherungsmathematischer Parameter ermittelt. Eine solche Veränderung von Parametern hätte keine Auswirkung auf das Ergebnis, da versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sofort erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden.

Der Ansatz und die Bewertung der Sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Die tatsächliche Inanspruchnahme kann insofern vom Bilanzansatz der Sonstigen Rückstellungen abweichen.

Die Beurteilung des Auftragsfortschritts bei langfristigen Fertigungsaufträgen erfolgt – bei Vorliegen der Voraussetzungen – auf Basis der Percentage-of-Completion-Methode. Dabei werden die angefallenen Kosten in das Verhältnis zu den erwarteten Gesamtkosten gesetzt, um den Fertigstellungsgrad zu ermitteln.

Ermessensentscheidungen sind unter anderem bei der Beurteilung des Übergangs der wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken im Rahmen von Leasingverhältnissen zu treffen.



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