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Gases Division

Gases Division

 

 

Januar bis März

 

 

2008

 

2007

in Mio. €

 

Umsatz

 

Operatives
Ergebnis

 

Marge

 

Umsatz

 

Operatives
Ergebnis

 

Marge

Westeuropa

 

1.030

 

283

 

27,5 %

 

984

 

273

 

27,7 %

Amerika

 

528

 

104

 

19,7 %

 

680

 

128

 

18,8 %

Asien & Osteuropa

 

464

 

131

 

28,2 %

 

313

 

89

 

28,4 %

Südpazifik & Afrika

 

297

 

68

 

22,9 %

 

289

 

66

 

22,8 %

Konsolidierung

 

-18

 

-

 

-

 

-17

 

-

 

-

Gases Division

 

2.301

 

586

 

25,5 %

 

2.249

 

556

 

24,7 %

In einem weltweit unverändert stabilen Marktumfeld steigerte die Gases Division den Umsatz im ersten Quartal währungsbereinigt um 8,0 Prozent auf 2,301 Mrd. €. Berücksichtigt man darüber hinaus die Erdgaspreisentwicklung und Änderungen im Konsolidierungskreis, dann betrug das Umsatzwachstum 7,5 Prozent. Auf berichteter Basis nahm der Umsatz um 2,3 Prozent zu (Vj. 2,249 Mrd. €).

Aus der Beteiligung an Joint Ventures ergab sich ein beteiligungsproportionaler Umsatzzuwachs auf währungskursbereinigter Basis von 13,0 Prozent auf 139 Mio. €. Die Umsatzentwicklung zeigt, dass insbesondere im asiatischen Raum das Joint Venture Geschäftsmodell ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie ist. Die Umsätze wurden gemäß unseren Bilanzierungsvorschriften nicht im Konzernumsatz berücksichtigt.

Das operative Ergebnis der Gases Division stieg währungsbereinigt um 10,7 Prozent auf 586 Mio. €. Das berichtete Ergebnisplus betrug 5,4 Prozent (Vj. 556 Mio. €). Die Ergebnismarge verbesserte sich erneut um 80 Basispunkte auf 25,5 Prozent.

Alle Regionen und Segmente konnten wiederum zur positiven Entwicklung der Gases Division beitragen.

Bereinigt, also ohne die Berücksichtigung von Währungseffekten, der Erdgaspreisentwicklung und Konsolidierungskreisänderungen, erzielte das operative Segment Westeuropa in den ersten drei Monaten einen Umsatzanstieg von 5,6 Prozent auf 1,030 Mrd. €. Auf berichteter Basis betrug der Zuwachs 4,7 Prozent (Vj. 984 Mio. €). Das operative Ergebnis erhöhte sich um 3,7 Prozent auf 283 Mio. € (Vj. 273 Mio.). Damit blieb die Ergebnismarge mit 27,5 Prozent (Vj. 27,7 Prozent) auf einem hohen Niveau stabil.

Getragen wurde diese Entwicklung von einem guten Marktumfeld in unseren Kernmärkten. Während sich in Großbritannien insbesondere die Segmente Healthcare und Flaschengase gut entwickelten, basierte das Wachstum in Deutschland auf einem breiten Fundament.

Wir haben im Berichtszeitraum neue Verträge abgeschlossen, die unsere führende Marktposition in Westeuropa weiter stärken werden. So wird Linde in dem stark wachsenden Markt für Photovoltaik die komplette Gase-Versorgung für die Malibu GmbH & Co. KG, einem Joint Venture von E.ON und Schüco, übernehmen. Neben der Belieferung des Standorts Osterweddingen (Deutschland), werden wir dabei auch gemeinsam mit unserem Kunden die Entwicklung neuartiger Gase-Technologien für Photovoltaik-Anwendungen vorantreiben.

Im Rahmen eines weiteren Tonnage-Vertrags mit unserem größten englischen Kunden Corus werden wir unsere Kapazitäten auch im BOC-Heimatmarkt Großbritannien weiter ausbauen. Am Standort Scunthorpe wird eine neue Luftzerlegungsanlage errichtet, um die Produktionserweiterung unseres langjährigen Kunden ab 2010 mit dem erforderlichen zusätzlichen Sauerstoff und Stickstoff zu versorgen.

Das operative Segment Amerika erzielte im Berichtszeitraum ein bereinigtes Umsatzplus von 8,0 Prozent. Auf berichteter Basis lag der Umsatz in diesem Segment mit 528 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert von 680 Mio. €. Neben den ungünstigen Währungseinflüssen ist dieser Rückgang insbesondere auf Veränderungen im Konsolidierungskreis zurückzuführen. So waren das im vergangenen Jahr veräußerte US-Flaschengasegeschäft und das amerikanische INO-Medizingasegeschäft ebenso im Vorjahresumsatz enthalten wie die acht Luftzerlegungsanlagen, die Linde aufgrund von Kartellauflagen verkaufen musste.

Vor dem Hintergrund dieser Einflussfaktoren lag auch das operative Ergebnis in der Region mit 104 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 128 Mio. €. Der Anstieg der Marge um 90 Basispunkte auf 19,7 Prozent verdeutlicht jedoch die verbesserte Profitabilität unseres Amerika-Geschäfts in der neuen Aufstellung.

Das Geschäft in dieser Region wurde durch eine positive Preisentwicklung im Merchant-Geschäft sowie durch den Hochlauf mehrerer Wasserstoffanlagen im Segment Tonnage unterstützt.

Das operative Segment Asien & Osteuropa erzielte im ersten Quartal 2008 ein bereinigtes Umsatzplus von 9,7 Prozent auf 464 Mio. €. Auf berichteter Basis betrug der Anstieg 48,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Vj. 313 Mio. €). Hier sind im Jahresvergleich erstmals die Neukonsolidierungen der ehemaligen Joint Ventures in Malaysia, Hongkong und Taiwan eingeflossen. Das operative Ergebnis verbesserte sich mit einem Zuwachs von 47,2 Prozent ebenfalls sehr dynamisch und betrug im ersten Quartal 131 Mio. € (Vj. 89 Mio. €). Die operative Marge erreichte mit 28,2 Prozent das hohe Vorjahresniveau (Vj. 28,4 Prozent).

Das Wachstum in Osteuropa beruhte auf einer guten Geschäftsentwicklung in der gesamten Region. Bei den Produktsegmenten konnten wir insbesondere bei den Flaschengasen einen dynamischen Geschäftsverlauf verzeichnen. In Asien profitierte Linde von einer guten Nachfrage in den wichtigsten Märkten. Vor allem in den Industrieclustern Chinas haben wir deutliche Zuwächse erzielt.

Darüber hinaus konnte nach Ablauf der Berichtsperiode ein neuer Tonnage Vertrag in dem Gemeinschaftsunternehmen mit ADNOC (Elixier) für die Injektion von Stickstoff in eine On-shore-Lagerstätte von Kondensaten abgeschlossen werden (siehe Tz. 13. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag).

Das operative Segment Südpazifik & Afrika hat seinen Umsatz auf bereinigter Basis um 10,3 Prozent auf 297 Mio. € gesteigert. Auf berichteter Basis betrug der Anstieg währungsbedingt im Vergleich zum Vorjahr (289 Mio. €) nur 2,8 Prozent. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 3,0 Prozent auf 68 Mio. € (Vj. 66 Mio. €). Mit 22,9 Prozent (Vj. 22,8 Prozent) blieb die Ergebnismarge in dieser Region nahezu unverändert.

Neben einer auch in dieser Region positiven Entwicklung im Segment Flaschengase konnten wir zudem von einem guten Marktumfeld für das Produkt Liquefied Petroleum Gas (LPG) profitieren.

In den einzelnen Produktsegmenten hat die Gases Division ebenfalls Steigerungsraten erzielt. Auf bereinigter Basis, d. h. bereinigt um Währungseffekte, Erdgaspreise und Konsolidierungskreisänderungen, ist die Sparte Tonnage um 7,0 Prozent auf 578 Mio. € (Vj. 540 Mio. €) gewachsen. Der Umsatz im Segment Flüssiggase erhöhte sich um 6,2 Prozent auf 569 Mio. € (Vj. 536 Mio. €) und im Geschäft mit Flaschengasen erzielten wir eine Umsatzverbesserung um 8,0 Prozent auf 910 Mio. € (Vj. 843 Mio. €). Bei Healthcare stieg der Umsatz um 9,9 Prozent auf 244 Mio. € (Vj. 222 Mio. €).



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