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Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Das konjunkturelle Umfeld wird sich im Zuge der globalen Finanz- und Bankenkrise weltweit weiter abschwächen. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird diese Abschwächung die G7-Staaten unterschiedlich schnell erfassen. Die stärkste Ausprägung ist für 2009 zu erwarten.

Für das laufende Jahr 2008 rechnen die Konjunkturforscher für die Eurozone mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent. Dies entspräche im Vorjahresvergleich einer Halbierung. Die deutsche Wirtschaft werde im Jahr 2008 noch um 1,8 Prozent zulegen (Vj. 2,5 Prozent), in Großbritannien hingegen soll die Wirtschaftsleistung bereits in diesem Jahr mit 1,0 Prozent nur noch ein Drittel des Vorjahreswertes erreichen. Die US-Ökonomie befindet sich nach Meinung der meisten Experten bereits in der Rezession und wird wahrscheinlich auch im vierten Quartal schrumpfen.

Die hohe wirtschaftliche Dynamik in den Schwellenländern wird zumindest bis Ende des Jahres 2008 anhalten. In China beispielsweise ist erst dann eine deutliche Eintrübung zu erwarten, wenn die Industriestaaten in Folge einer Rezession weniger Güter und Dienstleistungen nachfragen und gleichzeitig der private Verbrauch einbrechen würde. Der IWF geht deshalb nach wie vor davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt Chinas in diesem Jahr um 9,7 Prozent zulegen wird.

Die Emerging Markets werden auch 2009 Spitzenreiter bei den Wachstumsraten bleiben, prognostiziert der IWF. Es drohe eine Abkühlung, aber kein Abschwung. Die Gefahr einer globalen Depression – also das gleichzeitige Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts in allen wichtigen Volkswirtschaften der Erde – sei deshalb nur gering.



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