13. Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die Aufstellung des Zwischenberichts nach IFRS erfordert bei einigen Bilanzposten Ermessensentscheidungen bzw. Schätzungen, die sich auf den Ansatz und die Bewertung in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung auswirken. Die tatsächlich realisierten Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei

  • der Beurteilung der Notwendigkeit sowie der Bemessung einer Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte, Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sowie des Vorratsvermögens,
  • dem Ansatz und der Bewertung von Pensionsverpflichtungen,
  • dem Ansatz und der Bewertung der Sonstigen Rückstellungen,
  • der Beurteilung der Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern,
  • der Beurteilung des Auftragsfortschritts bei langfristigen Fertigungsaufträgen.

Eine Veränderung der Einflussfaktoren, welche bei der Prüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes verwendet werden, kann unter Umständen zu höheren, niedrigeren bzw. keinen Wertminderungen führen.

Die Verpflichtung aus den leistungsorientierten Pensionszusagen wird auf Basis versicherungsmathematischer Parameter ermittelt. Eine solche Veränderung von Parametern hätte keine Auswirkung auf das Ergebnis, da versicherungs-mathematische Gewinne und Verluste sofort erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden.

Der Ansatz und die Bewertung der Sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Die tatsächliche Inanspruchnahme kann insofern von dem Bilanzansatz der Sonstigen Rückstellung abweichen.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden auf Basis der Einschätzung über die zukünftige Realisierbarkeit der steuerlichen Vorteile bilanziert, d. h. wenn mit ausreichenden steuerlichen Erträgen oder Minderbelastungen zu rechnen ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden, und damit die tatsächliche Nutzbarkeit von Verlustvorträgen, kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen.

Die Beurteilung des Auftragsfortschritts bei langfristigen Fertigungsaufträgen erfolgt – bei Vorliegen der Voraussetzungen – auf Basis der Percentage-of-Completion Methode. Dabei werden die angefallenen Kosten in das Verhältnis zu den erwarteten Gesamtkosten gesetzt um den Fertigstellungsgrad zu ermitteln. Bei Großprojekten haben wir in der Berichtsperiode die Verfahren zur Ermittlung und Analyse der angefallenen Auftragskosten weiter verfeinert und insbesondere die durch Zulieferer anfallenden Auftragskosten – auch unter Einsatz von Gutachtern – entsprechend dem Projektfortschritt berücksichtigt.

Ermessensentscheidungen sind unter anderem bei der Beurteilung des Übergangs der wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken im Rahmen von Leasingverhältnissen zu treffen.



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